Risiko-Autofahrer oder nicht? - © picture alliance
Risiko-Autofahrer oder nicht? | © picture alliance

Gütersloh Verpflichtende Verkehrstests für Senioren? "Das wäre wirklich sinnvoll"

Machen Sie jetzt mit bei unserer Umfrage: Sollte es verpflichtende Verkehrstests für Senioren geben?

Gütersloh. Sind Senioren ein Risiko im Straßenverkehr oder nicht? Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht's eher locker. Er hat sich erst kürzlich gegen verpflichtende Tests für autofahrende Senioren ausgesprochen. Einige NW-Leser sehen das allerdings deutlich anders. Chris Öler kommentiert auf der NW-Facebookseite: "Also wenn Motorradfahrer seit mehr als fünf Jahren Extra-Prüfungen ablegen müssen, um zu zeigen, dass sie in jungen Jahren mit der ganzen Leistung umgehen können, dann sollten das ältere Menschen auch machen." Schließlich müsse man im hohen Alter bei den heutigen Geschwindigkeiten auch erstmal mitkommen ohne eine potenzielle Gefahrenquelle für den Straßenverkehr zu werden. Torsten Rust pflichtet ihm bei: "Auf jeden Fall. Sehvermögen und Reaktionstest." Frank Lukacs sieht das genauso. Er ist allerdings auch der Meinung, dass es solche verpflichtenden Tests nicht nur für Senioren geben sollte. "Alle fünf Jahre für alle - ohne Altersgrenze. Mindestens der Sehtest." Der nw.de-Leser "BluesBrother" stimmt zu. "Wieso nur für Senioren? Wenn dann für alle, dann kann man auch gleich die aktuellen Änderungen und Neuerungen bei Verkehrsregeln weitergeben. Von selbst informiert sich ja fast keiner." Susann Hellen geht noch einen Schritt weiter. Wenn sich bei solchen Tests herausstellen sollte, dass der Führerschein eingezogen werden sollte, dann müssten die Senioren aber auch die Möglichkeit bekommen, Taxen und öffentliche Verkehrsmittel zu günstigeren Preisen zu nutzen. "Aber auch junge Fahranfänger sollten zwingend mindestens ein Fahrsicherheitstraining bekommen. Gerade die, die im Sommer ihren Führerschein machen, sollten im Winter auf die Bedingungen geschult werden." Eine andere Facebook-Nutzerin wirft dabei allerdings ein, dass solche Tests und Schulungen auch bezahlt werden müssen. "Das kann nicht auf den Menschen, der getestet wird, abgewälzt werden", meint sie.

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