Gütersloher Bürger dürfen entscheiden, ob sie Gelbe Tonnen oder Gelbe Säcke für die Stadt haben möchten. - © Roland Thöring
Gütersloher Bürger dürfen entscheiden, ob sie Gelbe Tonnen oder Gelbe Säcke für die Stadt haben möchten. | © Roland Thöring

Gütersloh Das Ergebnis ist eindeutig: Lieber Gelbe Tonnen statt Gelbe Säcke

Die Stadt will die Bürger entscheiden lassen, ob sie Tonnen oder Säcke bevorzugen. Wir haben schon im Vorfeld gefragt. Was wünscht sich Gütersloh?

Lena Vanessa Niewald

Gütersloh. Bislang setzt die Stadt Gütersloh bei der Entsorgung von Plastikmüll auf gelbe Säcke. Das könnte sich allerdings demnächst ändern. Politik und Verwaltung haben sich darauf verständigt, die Bürger zu fragen, ob sie lieber eine gelbe Tonne haben möchten. Mit Hilfe einer Umfrage soll entschieden werden: Gelber Sack oder Gelbe Tonne. Frühstens 2021 wäre ein Wechsel möglich. Die NW hat ihre Leser schon im Vorfeld abstimmen lassen. Das Ergebnis ist eindeutig. Mittlerweile haben mehr als 700 Teilnehmer an Online-Umfrageteilgenommen. Die Mehrheit wünscht sich eine gelbe Tonne. 68 Prozent sind der Meinung, eine gelbe Tonne wäre eine große Erleichterung. 30 Prozent finden die vorhandenen gelben Säcke in Ordnung. Lediglich einem Prozent ist egal, ob Plastikmüll über Tonnen oder Säcke entsorgt werden. "Wozu noch mehr Plastikmüll produzieren?" 240 Liter würde eine Gelbe Tonne fassen. Das ist etwa so viel wie acht Säcke. Eine enorme Hilfe, sagen viele Nutzer der NW-Facebookseite. Angie Hen schreibt: "Die hauchdünnen Gelben Säcke werden ja wie Gold gesucht und sind oft wochenlang nicht zu bekommen bei den Verteilsstellen in den Stadtteilen." Gabriele Büldt pfichtet ihr bei: "Tonne! Wozu noch mehr Plastikmüll produzieren? Das begrenzte Volumen einer Tonne motiviert vielleicht auch den letzten Verpackungsjunkie, Verpackungen zu reduzieren." Das begrenze Volumen und vor allem der Platz, den die Gelbe Tonne permanent einnehmen würde, sehen einige Gütersloher auch kritisch. Peter Petermann schreibt auf nw.de : "Wir haben in der sogenannten Wohngebietverdichtung gebaut. Als Grundstück haben wir nur die vorgeschriebenen drei Meter zum Nachbargrundstück entlang des Hauses und eine Terasse hinter dem Haus. Das Carport ist mit zwei Mülltonnen, den Fahrrädern und dem Auto schon "überbelegt". Wo sollen Menschen mit kleinen Grundstücken mit der Tonne hin?" Entscheidung muss 2019 fallen Karin Heitmann kommentiert auf Facebook: "Gelber Sack. Noch 4 Tonnen mehr und wir müssen einen extra Parkplatz dafür anmieten." Wann die Stadt mit der Bürger-Umfrage an den Start geht, steht noch nicht fest. Damit 2021 möglicherweise umgestellt werden kann, muss eine Entscheidung laut Matthias Maurer, Leiter des Fachbereichs Stadtreinigung, schon im nächsten Jahr fallen.

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