Gelbe Tonnen oder gelbe Säcke? In Gütersloh dürfen die Bürger entscheiden. - © picture alliance
Gelbe Tonnen oder gelbe Säcke? In Gütersloh dürfen die Bürger entscheiden. | © picture alliance

Gütersloh Ihre Meinung ist gefragt: Gelbe Tonne oder gelber Sack?

Ob Gütersloh die Gelbe Tonne einführt entscheiden die Bürger. Eine repräsentative Umfrage soll Klarheit schaffen - wir fragen fragen schon jetzt. Was wünschen Sie sich?

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Ob Gütersloh die Gelbe Tonne einführt, entscheiden die Bürger. Darauf haben sich Politik und Verwaltung verständigt. Über eine repräsentative Umfrage sollen die Bürger kundtun, ob ihnen der Gelbe Sack oder die Tonne lieber ist. Ein Wechsel wäre frühestens zum 1. Januar 2021 möglich. Mit der Umfrage will die Stadt eine Agentur beauftragen. „Es ist besser, das die Profis machen zu lassen", sagte Matthias Maurer, Leiter des Fachbereiches Stadtreinigung. Von einer Online-Umfrage, angeregt vom BfGT-Sprecher Thomas Kessenjohann, hält Maurer ebenso wie Umweltdezernentin Christine Lang wenig: „Da wissen wir nicht, was wir bekommen." 240 Liter würde die Gelbe Tonne fassen Aus Gesprächen habe er den Eindruck gewonnen, dass die Mehrheit der Gütersloher froh wäre, den ständigen Ärger mit den Säcken zu vergessen und eine Tonne zu bekommen. 240 Liter würde sie fassen, so viel wie acht Säcke. „Doch ist dieser Eindruck repräsentativ?" Bei sich zuhause, so Maurer, habe er einst die blaue Papiertonne gewollt, seine Frau aber nicht. „So dürfte es auch beim Plastikmüll laufen." Von ähnlichen Zweifeln berichtete auch Georg Hanneforth (CDU). Viele Bürger hätten keine Lust und kaum Platz, sich eine weitere Tonne auf den Hof zu stellen, andere dagegen wären glücklich. „Deswegen: Wir brauchen ein Meinungsbild, wir brauchen eine Umfrage." Deren Ergebnis soll anschließend verbindlich für den Beschluss sein, den der Ausschuss trifft. Umfrage kostet rund 6.000 Euro Lediglich die Linke mit deren Sprecherin Frauke Kralemann stimmte gegen diesen Beschluss: Mit der Gelben Tonne löse man kein Müllproblem, und man dürfe den Bürgern auch nicht zu viele Gebühren aufbürden. Rund 6.000 Euro wird die Umfrage laut Stadt kosten. Um 2021 umstellen zu können, muss, so Maurer, 2019 die Entscheidung fallen. So oder so werde die Verwaltung schon mal Gespräche mit dem DSD führen.

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