Hier soll das neue Gewerbegebiet entstehen. - © Andreas Frücht
Hier soll das neue Gewerbegebiet entstehen. | © Andreas Frücht

Gütersloh Neues Gewerbegebiet: Hüttenbrink ab Freitag gesperrt

Die Stadt verlegt Straßen und Kanäle für das Gewerbe- und Wohngebiet, das Land baut die neue Ampelkreuzung, der Bund zieht entlang der Autobahn eine neue Lärmschutzwand hoch

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Nach vielen Jahren Vorlauf kündigt die Stadt nun den Beginn der Arbeiten am Spexarder Hüttenbrink am. Startschuss wäre das verkehrte Wort – denn zum Auftakt steht zunächst eine Vollsperrung der Straße an, und das bis Frühjahr. Schon ab kommenden Freitag ist zu. VOLLSPERRUNG Die Sperrung setzt am Haus Nr. 122 kurz vor der Einmündung Liebigstraße ein und zieht sich von dort bis zur Sürenheider/Spexarder Straße, wo im Oktober ebenfalls die Bagger anrollen. Nötig ist sie, um das neue Gewerbegebiet und die größer werdende Siedlung zu erschließen. Es werden Kanäle und Straßen verlegt. UMLEITUNG Eine Umleitung ist ausgewiesen. Sie schlägt auf der Gütersloher Seite eine große Schleife über Spexarder, Avenwedder, Carl-Bertelsmann-Straße und Stadtring Sundern zur Verler Straße, auf der Verler Seite eine über Sürenheider, Wald- und Thaddäus- ebenfalls zur Verler Straße. Zugleich werden die Umleitungsschilder für die Autobahn (U39, U79 und U28) versetzt. Laut Stadt müssen sich auch die Radfahrer wegen der Vollsperrung neue Wege suchen, wenn auch nur kurzzeitig. Anbindung Die Erschließung ist als Signal zu werten, dass danach die neuen Firmen anrücken können. Wie berichtet, will Nobilia dort ein neues Küchenwerk bauen, auch die Großbäckerei Mestemacher hat sich ein Grundstück gesichert. Möbel Wöstmann hat schon mehrmals sein Interesse für ein Ausstellungs- und Schulungszentrum bekundet, ohne allerdings die Dinge voranzutreiben. Die Ausfahrt aus dem künftigen Gewerbegebiet wird mit Hilfe von Mittelinseln und Straßenbaukanten so angelegt sein, dass es allein möglich ist, nach rechts Richtung Sürenheide abzubiegen. Auch die Zufahrt wird, zumindest für Lastwagen, nur von jener Seite aus möglich sein; das verschont die Verler Straße und den Ortskern von Spexard von Verkehr. Außerdem hofft die Stadt nach wie vor, irgendwann womöglich eine Erschließungsbrücke über die A 2 schlagen zu können. NEUE AMPEL Um den Umbau des Knotens Hüttenbrink / Sürenheider / Spexarder Straße kümmert sich derweil das Land. Der Sprecher von Straßen NRW, Heiko Johanning, kündigte den Baubeginn für Oktober an. Frühere Pläne für einen Kreisel waren bekanntlich verworfen worden, stattdessen wird künftig eine Ampel dort den Verkehr regeln. Voraussichtlich werde der Umbau bis Frühjahr dauern. Die Ampelkreuzung wird vom Hüttenbrink je eine Links- und eine Rechtsabbiegespur erhalten, und für die Fahrer aus der Sürenheide wird eine Linksabbiegespur in den Hüttenbrink eingerichtet. Gleichzeitig werden alle Fahrbahndecken saniert. Sämtliche Kosten übernimmt das Land. LÄRMSCHUTZWAND Der Bund dagegen zahlt die neue, verlängerte, fünf Meter hohe Lärmschutzwand Richtung Osten – 1,8 Millionen Euro wird sie kosten. Die Arbeiten gingen noch diesen Monat los, sagte Johanning. Vor allem die Bewohner der Spexarder Waldsiedlung dürften sich darüber freuen. Die Lärmschutzwand wird in drei Abschnitten gebaut: 300 Meter bis zur Autobahnbrücke Spexarder / Sürenheider Straße, 100 Meter zwischen Brücke und Autobahn-Parkplatz Heideplatz (dort schließt sie an einen Wall an) sowie 400 Meter weiter Richtung Brücke Isselhorster Straße.

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