Die Stadtverwalrung sieht in den verkaufsoffenen Sonntagen eine Sache von hohem öffentlichen Interesse. Interessesnsvertreter der Einzelhändler, der Kirchen und der Gewerkschaft diskutierten ausgiebeig. Jetzt will Gütersloh Marketing einen weiteren Sonntag die Läden öffnen - und zwar zwischen Weihnachten und Silvester. Symbolbild. - © Vornbäumen
Die Stadtverwalrung sieht in den verkaufsoffenen Sonntagen eine Sache von hohem öffentlichen Interesse. Interessesnsvertreter der Einzelhändler, der Kirchen und der Gewerkschaft diskutierten ausgiebeig. Jetzt will Gütersloh Marketing einen weiteren Sonntag die Läden öffnen - und zwar zwischen Weihnachten und Silvester. Symbolbild. | © Vornbäumen

Gütersloh Fünfter verkaufsoffener Sonntag für Gütersloh geplant

Zwischen Weihnachten uns Silvester möchte Gütersloh Marketing einen zusätzlichen Anziehungspunkt für junge Erwachsene schaffen

Alexander Lange

Gütersloh. Kontrovers waren die Diskussionen zwischen den Vertretern der Einzelhändler, der Kirchen und der Gewerkschaften. Jetzt stellt die Stadtverwaltung klar: Die bislang vier verkaufsoffenen Sonntage in der Innenstadt sowie die zwei Sonntage im Ortsteil Isselhorst sind von hohem öffentlichen Interesse, sie sollen auch weiterhin stattfinden. Hinzukommen soll ein verkaufsoffener Sonntag zwischen Weihnachten und Silvester. Die dazugehörige Beschlussvorlage wird am Montag, 10. September, im Ausschuss für Umwelt und Ordnung beraten und anschließend in den Stadtrat gehen. Die insgesamt fünf verkaufsoffenen Sonntage sollen anlässlich der Veranstaltungen „Gütersloh blüht auf", „Gütersloh in voller Blüte", „Michaeliswoche", „Martinswochenende/ Lesestadt" und zum Weihnachtsmarkt stattfinden. In Isselhorst geht es um den Fronleichnamstag und den Weihnachtsmarkt. Die Sonntage sollen in der Zeit von 13 bis 18 Uhr zum Einkauf und Bummel dienen. Vor allem die Kirchen und Gewerkschaften haben die im Juli von der Gütersloher Werbegemeinschaft geforderte Freigabe der Sonntage scharf kritisiert. Insbesondere ein weiterer verkaufsoffener Sonntag zwischen Weihnachten und Silvester stößt auf Gegenwind. Das Umtauschen von Geschenken oder Einlösen von Gutscheinen könne auch werktags stattfinden, so die Kirchen. Die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester gelte als stille Zeit der Einkehr und Besinnlichkeit. Die Gewerkschaft verdi in Person von Sekretärin Ursula Jacob-Reisinger kritisierte den Vorschlag der Werbegemeinschaft ebenso. Es sei ein Angriff auf die Rechte der Beschäftigten, der freie Sonntag sei ein Ergebnis des langen Kampfes der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Den interkommunalen Wettbewerb sah Jan-Erik Weinekötter, Geschäftsführer von Gütersloh Marketing, als Grund für einen fünften verkaufsoffenen Sonntag – den zwischen Weihnachten und Silvester. Es sei ein zusätzlicher Anziehungspunkt für junge Erwachsene.

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