Piotr L. könnte als neuer Zeuge  eine Aussage im Rietberger Raubmordprozess vor dem Bielefelder Landgericht machen. Symbolbild. - © Wolfgang Rudolf
Piotr L. könnte als neuer Zeuge  eine Aussage im Rietberger Raubmordprozess vor dem Bielefelder Landgericht machen. Symbolbild. | © Wolfgang Rudolf

Gütersloh Rietberger Raubmord wird vor dem Bielefelder Landgericht weiter verhandelt

Auslieferung des Polen Piotr L. beantragt

Nicole Hille-Priebe

Gütersloh. Wenn am kommenden Dienstag der Prozess um den Überfall auf die beiden Brüder Werner und den dabei getöteten Heinrich S. in deren Haus in Westerwiehe vor dem Bielefelder Landgericht fortgesetzt wird, könnte ein Zeuge dabei sein, mit dem eigentlich niemand mehr so richtig gerechnet hat. "Ich habe die Auslieferung des in Polen in Haft befindlichen Piotr L. beantragt, damit er aussagen kann", erklärte der Gütersloher Anwalt Martin Rother, der einen der Angeklagten verteidigt. Sein Mandant Robert D. (48) hatte in dem Revisionsprozess kurz vor Ende der Beweisaufnahme eine neue Version des Tathergangs präsentiert, die auch die Beteiligung von Piotr L. in neuem Licht erscheinen ließe, sagte Rother weiter. " Ursprünglich wollte er nicht aussagen, aber die Einlassung meines Mandanten entlastet auch ihn. Zudem stammt die einzige DNA-Spur, die man von dem Polen finden konnte, von einem Kabelbinder, der allerdings draußen lag - im Haus selbst gab es keine Spur. Deshalb halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass er doch noch persönlich aussagt oder zumindest einer audiovisuellen Vernehmung in Polen zustimmt." In seiner letzten Version hatte Robert D. behauptet, den Tatort mit Piotr L. verlassen zu haben, als beide Opfer noch gelebt hätten.

realisiert durch evolver group