Die Spieler der Teams "G-Town Swishers" und "Team Kaktus" gingen in der Altersklasse Herren Low auf Korbjagd. Von links nach rechts sind zu sehen: Alex, Chris, Fabio, Nico, Cerny und Louis. Unten: Stefan. - © Christian Meinholz
Die Spieler der Teams "G-Town Swishers" und "Team Kaktus" gingen in der Altersklasse Herren Low auf Korbjagd. Von links nach rechts sind zu sehen: Alex, Chris, Fabio, Nico, Cerny und Louis. Unten: Stefan. | © Christian Meinholz

Gütersloh NRW Streetbasketball Tour macht halt auf dem Berliner Platz in Gütersloh

25 Jahre Arbeit für den Breitensport

Gütersloh. Für die Passanten in der Innenstadt, gab es am Freitag auf dem Berliner Platz eine ungewöhnliche Situation zu sehen. Die Veranstalter der NRW Streetbasketball Tour gaben in Gütersloh Ballkünstlern die Möglichkeit ihr Können unter Beweis zu stellen. In drei aufeinander folgenden Wochen werden bei der Tour Sieger in Qaulifikationsturnieren ausgespielt, die dann am 7. Juli um die Krone im Streetball 3 gegen 3 in Recklinghausen spielen werden. Im Gespräch erklärte Organisator  Georg Kleine wie sich die Tour in 25 Jahren für die Veranstalter veränderte und wie die Zukunft aussehen könnte. Das Team der Tour ist über die Jahre ebenso gewachsen, wie die Begeisterung für den Basketballsport Als die NRW Streetbasketball Tour 1993 startete gab es einen ersten großen Boom im Basketball. Im Fernsehen moderierte beispielsweise Frank Buschmann Übertragungen vom US-Basketball. Spätestens mit dem Gewinn des Europameistertitels der Deutschen Basketball Nationalmannschaft von 1994 erreichte der Trend Deutschland komplett. In der ersten Phase wollten auch kommerzielle Veranstalter wie etwa der ADIDAS Konzern eigene Touren etablieren, die sich durch den Trend eine bessere Vermarktung im Bereich des Basketballs erhofften. Die NRW Tour versteht sich dem entgegen als eine Breitensportveranstaltung, die den Sport in NRW fördern möchte. Man geht dazu bewusst auf Plätze und in Schulen, um auf Basketball aufmerksam zu machen. Das Team der Tour ist über die Jahre ebenso gewachsen, wie die Begeisterung für den Basketballsport. Georg Kleine sieht im Rückblick eine Entwicklung zu mehr Professionalität in der Organisation. Früher kam es schon mal vor, dass es beim Anmeldeverfahren konfus zuging, sagte Kleine. Das passiert den Machern heute nicht mehr. Da können auch Veranstaltungen mit 170 Anmeldungen, wie die in Solingen und Aachen in den 90ern oder in Köln in der 00er Jahren nichts dran ändern. Die Teams G-Town Swishers und Team Kaktus aus dem Raum Gütersloh traten in der Altersklasse Herren Low an Die Entwicklung von Streetbasketball zur olympischen Diszipilin bleibt für die Zukunft der NRW Tour nicht ohne Folgen. Sie könnte versuchen neben dem Breitensport auch Profiturniere zu veranstalten, bei denen die Sportler ähnlich wie beim Beach-Volleyball in einer Rangliste geführt werden und somit in der Zeit vor sportlichen Großveranstaltungen für die Austragunsorte und Platzierungsspiele sorgen. Dies hätte eine Erweiterung des Teilnehmerkreises zufolge, der allerdings ganz klar von der Breitensportveranstaltung mit dem Blick auf Schule und Öffentlichkeit abzugrenzen wäre und eher Vereine und Profis anspräche. Auf dem Berliner Platz in Gütersloh jedenfalls konnte am Freitag beobachtet werden, wie die NRW Tour vormittags den Platz mit Spielfeldern bestückte und im Anschluss immer mehr junge Spieler ihre Vorbereitungen auf das Turnier aufnahmen. Auch die Jungs der Teams G-Town Swishers und Team Kaktus aus dem Raum Gütersloh traten in der Altersklasse Herren Low an, um sich im 3 gegen 3 zu messen. Vielleicht müssen sie ja demnächst in Recklinghausen um die ganz große Krone mitspielen.

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