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Der Radfarher wurde bei dem Unfall schwer verletzt. - © Andreas Eickhoff
Der Radfarher wurde bei dem Unfall schwer verletzt. | © Andreas Eickhoff

Gütersloh Radfahrer gerät unter Lkw - Polizei nimmt Gaffer das Handy weg

Andreas Eickhoff
07.06.2018 | Stand 07.06.2018, 23:19 Uhr |

Gütersloh. Ein 45-jähriger Radfahrer ist am Donnerstag bei einem Unfall an der Kreuzung Verler Straße/Am Hüttenbrink lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei beschlagnahmte noch während der Rettungsarbeiten das Handy eines Schaulustigen. Um 15.30 Uhr, so Polizeihauptkommissar Andreas Mantek als Einsatzleiter, befuhren der Radfahrer und der Lkw die Verler Straße stadteinwärts. Der 58-jährige Lkw-Fahrer aus Gütersloh, der für eine Spedition aus Emsdetten unterwegs war, wollte dann rechts in den Hüttenbrink abbiegen und übersah offenbar den Radler. Der Zweiradfahrer geriet unter den Lkw, wurde entgegen ersten Notrufmeldungen aber nicht unter diesem eingeklemmt. Neben der Berufsfeuerwehr und dem Löschzug Spexard wurden der Rettungshubschrauber, ein Rettungswagen sowie das Notarzteinsatzfahrzeug an die Unfallstelle entsandt. Polizei beschlagnahmt Smartphone eines Gaffers Noch ehe die ersten Hilfskräfte eintrafen, fotografierte und filmte ein Mann das Unfallopfer unter dem Lkw. Nach entsprechenden Hinweisen anderer Zeugen wurde das Mobiltelefon des Mannes von den Beamten beschlagnahmt und kontrolliert - ihn erwartet nun eine Strafanzeige. Auch andere Passanten zuckten ihre Smartphones, noch ehe sie jedoch „abdrücken" konnten, wurde sie von Polizeibeamten kontrolliert und ermahnt. Feuerwehleute spannten schließlich einen Sichtschutz auf, um die Privatsphäre des Verletzten sowie seine Persönlichkeitsrechte zu schützen. Der Schwerstverletzte wurde an der Unfallstelle behandelt und später umgelagert, sodass ihn der Rettungshubschrauber Christoph 13 in die Spezialklinik Gilead I. nach Bielefeld-Bethel bringen konnte. Rund um die Unfallstelle entstand ein größeres Verkehrschaos während der rund zweieinhalbstündigen Sperrung der Verler Straße stadteinwärts. Polizeibeamte führten den Verkehr einspurig and er Unfallstelle vorbei, auf der Bruder-Konrad-Straße stauten sich die Autos auf mehreren hundet Metern vor der Ampel.

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