Um ihre Rap-Texte geht es: Kollegah (r.) und Farid Bang. - © picture alliance / Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Um ihre Rap-Texte geht es: Kollegah (r.) und Farid Bang. | © picture alliance / Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Gütersloh Echo-Eklat um Rapper-Text: Strafanzeige gegen BMG-Chef

Angela Wiese

Gütersloh. Der Skandal um den Musikpreis Echo erreicht nun auch die Ermittlungsbehörden in OWL. Bei der Kreispolizei in Gütersloh ist am Dienstag eine Anzeige gegen den Chef der Bertelsmann-Tochter BMG, Hartwig Masuch, eingegangen. Die Anzeige richtet sich auch gegen die Rapper Farid Bang und Kollegah. Mittlerweile liege der Fall beim Staatsschutz in Bielefeld, der die Anzeige überprüft. Das berichtet Radio Gütersloh. Eine Sprecherin der Kreispolizei bestätigt den Eingang einer Anzeige gegenüber nw.de. Eine Privatperson habe sie gestellt. Es gehe darin um den Vorwurf der Volksverhetzung. Dem Bericht von Radion Gütersloh zufolge hat ein Mann aus Hamburg die Anzeige gestellt. Es gehe um eine Textzeile der Rapper. Eklat um Textzeilen von Farid Bang und Kollegah Die Debatte um die als judenfeindlich kritisierten Textzeilen auf dem Album "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" von Farid Bang und Kollegah geht damit in die nächste Runde. Die beiden Rapper waren für das Album vor kurzem mit dem Musikpreis Echo ausgezeichnet worden. Es enthält Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen" und „Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow". Zahlreiche Künstler haben mittlerweile aus Protest ihre Echos zurückgegeben. Dazu zählt der Musiker Marius Müller-Westernhagen und Dirigent Daniel Barenboim. Die Bertelsmann-Tochter BMG, die das Album veröffentlicht hat, hat inzwischen die Zusammenarbeit mit den Rappern auf Eis gelegt. Zuvor hatte BMG die Zusammenarbeit verteidigt und mit künstlerischer Freiheit argumentiert.

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