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Autofrei: Der Konrad-Adenauer-Platz soll eine neue Visitenkarte der Stadt werden. - © Stadt Gütersloh
Autofrei: Der Konrad-Adenauer-Platz soll eine neue Visitenkarte der Stadt werden. | © Stadt Gütersloh

Gütersloh Die Fläche vor dem Rathaus in Gütersloh wird umgestaltet

In zwei Wochen beginnen die Arbeiten auf dem Areal vorm Rathaus. Künftig bestimmen sprudelnde Fontänen und ein Rasenplateau den bisherigen Parkplatz. Auf die Anlieger kommen einige Belastungen zu

Rainer Holzkamp
21.04.2018 | Stand 20.04.2018, 19:43 Uhr

Gütersloh. In zwei Wochen wird Platz gemacht. Dann ist endgültig Schluss mit Parken vorm Rathaus. Die Arbeiten zur Umgestaltung beginnen gleich nach dem verkaufsoffenen Sonntag zum Abschluss des "Gütersloher Frühlings" am Montag, 7. Mai, mit der Baustelleneinrichtung. Bis Ende November soll der neue Platz fertiggestellt sein. Doch die Arbeiten gehen 2019 weiter. Dann sind die Strengerstraße und die Berliner Straße an der Reihe. Gestern warb der Bürgermeister schon einmal um Verständnis für die mit der Großbaustelle verbundenen Unannehmlichkeiten. "Das wird insbesondere für die unmittelbaren Anlieger eine herbe Belastung. Da gibt es nichts schönzureden", sagte Henning Schulz, der gemeinsam mit Projektleiter Dirk Buddenberg vom federführenden Grünflächenamt, der Ersten Beigeordneten Christine Lang und Stadtbaurätin Nina Herrling, die Details des Vorhabens erläuterte. Parkplätze Die für viele Innenstadtbesucher wohl wichtigste Frage lautet: Wo kann ich denn künftig so zentral parken? Bereits in den vergangenen Tagen wurden 15 zusätzliche Stellplätze an der Berliner Straße markiert. Somit stehen dort während der Bauphase insgesamt 39 Parkplätze zur Verfügung, hinzu kommen 2 Taxi-Plätze, 3 Behinderten-Parkplätze und 1 Car-Sharing-Platz. Zum Vergleich: Der heutige Kurzzeit-Parkplatz bietet insgesamt 68 Stellplätze. Wie viele Parkplätze nach dem Straßenumbau vorhanden sein werden, muss erst noch die weitere Planung zeigen. Schulz sagte in diesem Zusammenhang, selbstverständlich seien die Stichworte Erreichbarkeit und Stellplatzangebot für die Innenstadt relevant. Aber es gehe auch um Flair und Aufenthaltsqualität. Er sei sicher, dass die Entscheidung zum Platzumbau die richtige gewesen sei. "Wir bekommen eine Visitenkarte." Zudem werde infolge veränderten Mobilitätsverhaltens der Druck auf die Parkflächen perspektivisch zurückgehen. Fontänen und Rasen Die neue Gestaltung des 4.800 Quadratmeter großen Areals orientiert sich an dem siegreichen Wettbewerbsentwurf des Büros Lohaus + Carl (Hannover) aus dem Jahr 2007. Kernelemente sind ein Fontänenfeld (300 qm) in Höhe der Sparkasse mit 37 Düsen samt Beleuchtung sowie ein begehbares dreigeteiltes Rasenplateau (640 qm), dessen Bewässerung unterhalb der Grasnarbe per Wetter-App gesteuert wird. Als Pflaster wird graugelber Granit aus Spanien importiert. Fünf der vorhanden Bäume werden gefällt, als Ersatz drei neue gepflanzt. Zudem sind 60 Fahrradbügel und diverse Sitzbänke geplant. Der unfreundliche Durchgang zwischen Rathaus und Sparkasse (die einen neuen Treppenaufgang erhält) wird durch eine Lösung aus Corten-Stahl mit der typischen Rostschicht abgeschirmt. Die Bauarbeiten werden durch zwei Firmen aus Oelde (Ringbeck und Westermann) ausgeführt. Sie hatten sich für die Ausschreibung zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Ohne Gastronomie Ein gastronomisches Angebot ist nicht vorgesehen. Auf der Ecke Strengerstraße/Berliner Straße sollen aber zusätzliche mobile Sitzgelegenheiten geschaffen werden, damit Gäste der umliegenden Betriebe sich dort niederlassen können, um Getränke und Snacks zu verzehren. Außerdem wird auf dem Platz superschnelles Gigabit-WLAN freigeschaltet. Das Rasenplateau kann auch als Liegewiese genutzt werden. Es eignet sich zudem für kleinere Veranstaltungen. Kosten Der Umbau kostet laut Christine Lang 1,46 Millionen Euro. 70 Prozent übernimmt das Land. Außerdem steht aus der Spende des Unternehmerehepaares Gehring ein Betrag von 300.000 Euro zur Verfügung. Baustellenticket Während der Umbauzeit bietet die Stadt am Wochenende eine Alternative im ÖPNV an. Freitags und samstags kostet das Busticket im gesamten Stadtgebiet nur 1 Euro. Details im Internet. www.kap-guetersloh.de

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