Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen, will nach der Niederlage ihrer Partei bei der Landtagswahl auf ihr Mandat im Düsseldorfer Parlament verzichten. - © picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa
Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen, will nach der Niederlage ihrer Partei bei der Landtagswahl auf ihr Mandat im Düsseldorfer Parlament verzichten. | © picture alliance/Bernd von Jutrczenka/dpa

Düsseldorf/Gütersloh Löhrmann verzichtet auf Landtagsmandat - Wibke Brems rückt nach

Die Schulministerin will auf ihr Mandat verzichten / Die OWL-Bezirksvorsitzende Brems könnte nachrücken

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Erleichterung bei Wibke Brems: Die Gütersloher Abgeordnete der Grünen wird auch künftig dem NRW-Landtag angehören. Den Weg frei gemacht hat Sylvia Löhrmann, Spitzenkandidatin der Grünen und Noch-Schulministerin. Löhrmann erklärte am Dienstag, dass sie aus dem Düsseldorfer Parlament ausscheidet. „Für mich ist klar, dass ich in absehbarer Zeit auf mein Mandat verzichte, damit der Neuordnungsprozess der Fraktion gut vonstatten gehen kann", sagte sie am Vormittag. Von dem Verzicht Löhrmanns profitiert Brems: Zuvor auf Platz 15 der Reserveliste platziert, rückt die Gütersloherin um eine Position vor und zählt nun zu jenen 14 Abgeordneten der Grünen, die in den nächsten fünf Jahren dem Landtag angehören. Bemerkenswert ist Löhrmanns Verzicht schon deswegen, weil die Politiker bei ihren Rücktritten zwar oft ihre Spitzenämtern abgeben, das Mandat aber behalten. Auch bei Hannelore Kraft ist das etwa der Fall. Wie auch immer: Die Kreisstadt Gütersloh ist damit doppelt in der Landeshauptstadt vertreten: Neben Raphael Tigges (43), dem Wahlsieger von der CDU und Nachfolger von Ursula Doppmeier (64), mit Wibke Brems. Als OWL-Bezirksvorsitzende der Grünen dürfte die 36-Jährige ihren Blick sicher auch kreisweit und regional öffnen. Glückwünsche erreichten sie jedenfalls von vielen Seiten. Brems sagte, trotz allen Schmerzes über den Verlust an Wählerstimmen freue sie sich, weiter Landespolitik betreiben zu dürfen. Ihr komme das Leben im Moment wie eine einzige Achterbahnfahrt vor, „ein ständiges Rauf und Runter". Welche Rolle sie in der neuen Fraktion spielen werde, sei noch unklar. In der vergangenen Periode, noch als Mitglied der Regierungskoalition, war sie deren energiepolitische Sprecherin gewesen. In der Fraktionssitzung am Dienstag in Düsseldorf, an der sie teilnahm, sei die Verteilung von Posten und Zuständigkeiten noch kein Thema gewesen.

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