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Symbolfoto - © dpa
Symbolfoto | © dpa

Gütersloh Familienstreit in Gütersloh eskaliert: Vater drohte, Tochter zu töten

In einer Unterkunft in Gütersloh ist unter Zuwanderern ein Streit eskaliert. Auch die eingesetzten Beamten bekamen die Gewalt zu spüren

03.04.2017 | Stand 03.04.2017, 12:53 Uhr

Gütersloh. Im Gütersloher Stadtteil Blankenhagen ist am Freitag, 31. März, ein Streit in einer syrischen Zuwandererfamilie eskaliert. Gegen 18 Uhr meldete sich eine Zeugin bei der Polizei und teilte mit, dass es in der Familie zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen dem 43-jährigen Vater und seiner 18-jährigen Tochter gekommen war. Der Mann hatte mit Fäusten auf die junge Frau eingeschlagen, zudem hatte er sie an den Haaren gezogen und schließlich eine brennende Zigarette auf ihrem Kopf ausgedrückt. Die 18-Jährige konnte sich schließlich der Zeugin anvertrauen, die dann die Polizei informierte. Die Polizei traf im Haus der Familie am Spiekergarten auf insgesamt fünf Personen – drei Männer und zwei Frauen – die sich zusammen mit der stark eingeschüchterten und offensichtlich im Gesicht verletzten 18-jährigen Tochter im Haus aufhielten. Gleichwohl die junge Frau einen verweinten Eindruck machte, stritt der Vater ab, dass es zu Auseinandersetzungen gekommen sein sollte. Vater und Sohn deuteten mit Gesten Gewalttaten an Nach den ersten polizeilichen Maßnahmen wurde für die Familie im Haus dann ersichtlich, dass die 18-Jährige das Haus freiwillig mit den Polizeibeamten verlassen wollte. Daraufhin verschärfte sich die zwar angespannte, aber noch stabile Situation: Der Vater und sein 15-jähriger Sohn bedrohten und beschimpften das Mädchen nun lautstark und aggressiv im Beisein mehrerer Polizeibeamter. Weiterhin deuteten beide durch Gesten an, die junge Frau töten zu wollen. Auch den eingesetzten Polizeibeamten gegenüber verhielten sich beide Männer extrem aggressiv. Einem Beamten gelang es schließlich, mit der jungen Frau das Haus zu verlassen. Daraufhin eskalierte die Situation: Es kam zu erheblichen Widerstandshandlungen gegen die Polizeibeamten, da die Frauen und Männer im Haus gewaltsam versuchten, zu der jungen Frau zu gelangen. Daraufhin wurden weitere Streifenwagenbesatzungen hinzugezogen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und einfacher körperlicher Gewalt gelang es den Polizeibeamten schließlich, die aggressiven Männer und  Frauen zurückzudrängen und die junge Frau in Sicherheit zu bringen. Tochter an sicheren Ort gebracht Sie wurde zunächst mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, bevor sie an einem sicheren Ort untergebracht wurde. Während dieser Zeit wurde die 18-Jährige weiterhin durch Polizeibeamte beschützt, da noch immer damit gerechnet werden musste, dass die Familie versuchen würde, zu ihr zu gelangen. Gegen den 43-jährigen Vater sowie seinen 15-jährigen Sohn wurden Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Gefährdungsansprachen wurden mit beiden Männern und den übrigen Familienangehörigen durchgeführt.

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