Der Aufwand für die Sicherung der Unterkünfte steigt. - © dpa
Der Aufwand für die Sicherung der Unterkünfte steigt. | © dpa

Gütersloh Sicherheitsdienst für Flüchtlingsunterkünfte kostet 500.000 Euro

Der Aufwand für die Sicherung der Unterkünfte steigt

Gütersloh. Wegen der geplanten Unterbringung von Flüchtlingen in den Kasernen an der Marienfelder Straße rechnet die Stadt mit höheren Kosten für Sicherheitsdienste. Sie veranschlagt den Mehraufwand mit 100.000 Euro. Dieser Betrag sei wichtig für die "Sicherstellung der Sicherheit, insbesondere im Bereich des Flughafens." Wie aus dem Budgetplan des Fachbereich Soziales hervor geht, steigt der Ansatz für Sicherheitsdienste im Umfeld von Asylbewerbereinrichtungen damit auf 500.000 Euro. Die Stadt begründet den Aufwand mit der höheren und weiter steigenden Zahl an Unterkünften. Ein weiterer Faktor für die Kosten seien die Auflagen der Versicherer auf Präsenz von Sicherheitsdiensten. Die Stadt will in den leerstehenden Mannschaftsunterkünften 300 Flüchtlinge unterbringen, falls erforderlich, sogar 600. Gegenüber, in den 54 Wohnungen der Parsevalsiedlung, hat die Stadt mit der Belegung bereits begonnen. Dort sollen bis zur 250 Flüchtlinge unterkommen. Erhebliche Kosten entstehen am ehemaligen Flughafengelände auch durch die Strom- und Wasserversorgung. Die Stadtwerke berechnen dafür 640.000 Euro. Weitere 150.000 Euro sind für die Ölversorgung fällig. Die Zahlen gehen aus Budget-Unterlagen des städtischen Immobilienmanagements hervor. Demnach stellt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) die Mannschaftsunterkünfte und die Parsevalsiedlung zwar ohne Grundmiete zur Verfügung, aber die autarke Versorgungsstruktur des abgelegenen, ehemaligen Militärgeländes verursacht erheblichen Aufwand: Es ist teuer, dort die Versorgung mit Strom und Wasser sicherzustellen. Die Kosten für die Möblierung und Erstausstattung der Kasernenunterkunft kommen hinzu; dies wäre freilich andernorts genauso der Fall. An Einrichtungskosten für Asylbewerberunterkünfte hat die Stadt 800.000 Euro veranschlagt. Darin sind auch die geplante Einrichtung am Spexarder Hopfenweg und weitere etwaige Standorte enthalten. Den Gedanken, von der Kaserne als Unterkunft abzurücken, weist die Stadtverwaltung zurück: Unter allen zur Verfügung stehenden Unterbringungsmöglichkeiten sei diese trotz der hohen Versorgungskosten die preiswerteste; sie helfe, die Versorgungsengpässe bei Flüchtlingswohnungen zu überwinden.

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