Derzeit werden auf dem Gelände an der Carl-Bertelsmann-Straße tonnenschwere Betonstützen in Fertigbauweise aufgestellt. Der Bau der Obergeschosse beginnt schon kommende Woche. - © Rudolf Herrmann
Derzeit werden auf dem Gelände an der Carl-Bertelsmann-Straße tonnenschwere Betonstützen in Fertigbauweise aufgestellt. Der Bau der Obergeschosse beginnt schon kommende Woche. | © Rudolf Herrmann

Gütersloh Bauprojekt Gleis 13 in Gütersloh nimmt Formen an

Auf dem Gelände der alten Güterabfertigung wird seit einer Woche in die Höhe gebaut. Bis August 
soll der erste Mieter einziehen. Und auch für einen weiteren Mieter rollen die Arbeiter bald an

Jens Ostrowski

Gütersloh. Nach dem Abriss der alten Güterabfertigung geht an der Carl-Bertelsmann-Straße jetzt alles ganz schnell. Das neue Quartier „Gleis 13" mit vier großen Gewerbekomplexen wächst bereits seit einer Woche in die Höhe. Wenn alles nach Plan läuft, kann das dreigeschössige Haus IV schon im Juli oder August an den Mieter übergeben werden. Das sagte Rick Mädel, Geschäftsführer von Hagedorn Revital, der Tochterfirma des heimischen Abbruchunternehmens, das gemeinsam mit dem Bielefelder Projektentwickler Christoph Borchardt als Bauherr auftritt, auf NW-Nachfrage. Auf 2.200 Quadratmetern entsteht am nördlichsten Rand des Baugrundstücks das Fitnessstudio „Fit X", das bundesweit rund 45 Filialen betreibt. Tonnenschwere Betonfertigteile werden derzeit vom Betonwerk Bielefeld angeliefert und aufgestellt. Bauarbeiter legen das Fundament für das Gebäude und richten das Stützwerk auf, das künftig zwei Etagen tragen wird. Unter den Stützen selbst entstehen Parkplätze. „Wir gehen davon aus, dass wir in der nächsten Woche dann bereits mit den Arbeiten für das erste Obergeschoss beginnen können", sagt Rick Mädel. Anders als ursprünglich geplant wird in diesem Jahr nicht nur ein Gebäude im Quartier entstehen. In vier bis acht Wochen soll laut Rick Mädel auch mit den Arbeiten an Haus III begonnen werden. Hier mietet sich – wie berichtet – die Agentur für Arbeit mit ihren Gütersloher Zweigstellen unter einem gemeinsamen Dach ein, und wird somit 70 Prozent der Flächen nutzen. Zu weiteren potenziellen Mietern wollte sich Rick Mädel gestern nicht äußern. Nur soviel: „Wir stehen mit mehreren Interessenten in Verhandlungen." Demnach sei die Firma Hagedorn daran interessiert, statt mehreren kleinen lieber einen weiteren Ankermieter für das Gebäude zu finden, der sich auf einer möglichst großen Fläche einmietet. Ab wann die Bauarbeiten für die Häuser I und II beginnen, steht indes noch nicht fest. Zumindest für das Haus II hätten sich bereits Interessenten gemeldet. „Bei unserem Bauzeitplan kommt es immer auch auf die Wünsche der Mieter an. Wir versuchen da flexibel zu reagieren", sagte Rick Mädel. Insgesamt investieren Hagedorn und Borchardt 25 Millionen Euro für die Realisierung des neuen Quartiers. Während Haus II und III für Büroflächen geplant sind, können sich die Bauherren für die Nutzung des Gebäude I auch ein Hotel oder betreutes Wohnen vorstellen.

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