Wilfried Limper (l.) und Franz Kiesl erhielten die Verdienstmedaille der Stadt Gütersloh. - © Ingo Kalischek
Wilfried Limper (l.) und Franz Kiesl erhielten die Verdienstmedaille der Stadt Gütersloh. | © Ingo Kalischek

Gütersloh Erster Neujahrsempfang in Gütersloh mit zwei hohen Auszeichnungen

Franz Kiesl und Wilfried Limper erhalten die Verdienstmedaille

Gütersloh. Die Stadt Gütersloh feierte jetzt erstmals einen Neujahrsempfang. Auf Wunsch von Henning Schulz trudelten am Montagabend rund 250 Gäste in die Stadthalle ein. Sie lauschten den Worten des Bürgermeisters und würdigten mit herzlichem Applaus das langjährige Engagement von Franz Kiesl und Wilfried Limper. Zuvor nutzte Henning Schulz die Bühne, um seine Gäste auf das Jahr 2017 einzustimmen. Der Rathauschef macht gleich mehrere positive Signale aus – für alle Gütersloher und auch für die Region. Schulz lobte den ausgeglichenen Haushalt und versprach Investitionen von knapp 50 Millionen Euro in diesem Jahr: Die Stadt will bekanntlich den Konrad-Adenauer-Platz und den Büskerplatz neu gestalten, die Stadthalle sanieren, die Feuerwache neu bauen, die Schulen digital besser ausstatten und den heimischen Fachhochschulstandort ausbauen. Positive Signale gehen laut Schulz auch von einem anstehenden Event aus: Anfang Februar wird in Gütersloh wieder getanzt – das große WDR-3-Jazzfest gastiert erneut in der Dalkestadt. „Bereits das zweite Mal", sagt der Bürgermeister stolz. Und: Auch für die kommenden Jahre befinde man sich in guten Gesprächen. Natürlich dankte Schulz an diesem Abend auch den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement. Ausbauen möchte der Bürgermeister den Kontakt zu ihnen. Dafür arbeite er aktuell an einer Smartphone-App, mit der sich die verschiedenen Helfer besser vernetzen können. Und auch auf dem Drahtesel dürfte Henning Schulz bald öfter zu sehen sein. „Meine Kollegen und ich werden zu bestimmten lokalen Themen mit einem Stadtrad unterwegs sein." Unter anderem auf dem Wochenmarkt erhoffe man sich so einen unkomplizierten Meinungsaustausch. Schulz kündigte an, die beschlossenen Maßnahmen zur Sanierung des Heidewalds weiterhin mit Augenmaß umzusetzen – und den rechtlichen Bestandsschutz des Spielorts zu erhalten. Die Stadt wolle daran mitwirken, dass eine erfolgreiche Jugendarbeit des angeschlagenen FC Gütersloh nicht unter die Räder kommt. Schulz hofft, einen gemeinsamen Weg zu finden, damit in Gütersloh weiterhin guter Fußball gespielt wird. Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Verdienstmedaille der Stadt. Franz Kiesl und Wilfried Limper erhalten sie für ihre Verdienste im Bereich Kultur und Bildung. Franz Kiesl gehörte zum Vorstand der Werbegemeinschaft, der AOK Gütersloh und der Verkehrswacht. Besonders gewürdigt wird sein Einsatz im „Forum Russische Kultur Gütersloh", das er mitgründete. Als Vorsitzender hält Kiesl seit mehr als 20 Jahren unter anderem engen Kontakt zur russischen Botschaft. Schulz lobte ihn für sein völkerverbindendes Engagement: „Sie haben Brücken gebaut, ein Netzwerk gesponnen und Menschen begeistert." Wilfried Limper war viele Jahre als Geschichtslehrer an der Anne-Frank-Gesamtschule tätig. Auch die Namensgebung ist auf ihn zurückzuführen. Limper setzte laut Schulz „Marken – in der Erforschung und Vermittlung der Geschichte des Nationalsozialismus, vor allem aber auch in der Wirkung auf unsere Gegenwart und Zukunft". Noch immer führt er Studienfahrten durch, um Geschichte erlebbar zu machen – beispielsweise zum Anne-Frank-Haus in Amsterdam. Der Rat würdigt Limper nicht zuletzt für seine „Vorbildfunktion". Der Neujahrsempfang wird künftig jährlich im Wechsel mit dem Neubürgerempfang stattfinden.

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