Wolfgang Gelhard (v.l., Kolping-Bildungswerk Paderborn), die frühere Kolping-Stammhausleiterin Elisabeth Buschsieweke, Anke Schulte (Bundesagentur für Arbeit), die stv. Bürgermeisterin Monika Paskarbies, Einrichtungsleiterin Birgit Schipp und Mark Keuthen (Kolping-Bildungszentren Ostwestfalen). - © Johannes Hülstrung
Wolfgang Gelhard (v.l., Kolping-Bildungswerk Paderborn), die frühere Kolping-Stammhausleiterin Elisabeth Buschsieweke, Anke Schulte (Bundesagentur für Arbeit), die stv. Bürgermeisterin Monika Paskarbies, Einrichtungsleiterin Birgit Schipp und Mark Keuthen (Kolping-Bildungszentren Ostwestfalen). | © Johannes Hülstrung

Gütersloh Trainingszentrum von Kolping hat neue Räume an der Hülsbrockstraße

Im BTZ sind Gruppenräume, Verwaltung, Werkstätten und mehr jetzt unter einem Dach

Gütersloh. Einig sind sich alle in einer Sache: Die neuen Räume an der Hülsbrockstraße sind ein Glücksfall. Dort werden im Beruflichen Trainingszentrum Gütersloh (BTZ) bis zu 40 Menschen nach einer psychischen Erkrankung auf den beruflichen Wiedereinstieg vorbereitet. "Jetzt haben wir endlich alles unter einem Dach", sagt Einrichtungsleiterin Birgit Schipp erfreut. Davon konnten sich zahlreiche Gäste aus Wirtschaft und Politik bei der offiziellen Einweihungsfeier am Mittwochvormittag überzeugen. Bereits seit Anfang des Jahres hat das BTZ, das zur Kolping Bildung & Integration gGmbH gehört, am neuen Standort seine Arbeit aufgenommen. Zwei Etagen stehen in dem Haus zur Verfügung, das sich das BTZ mit dem Internetanbieter Vitroconnect teilt. Im Erdgeschoss sind unter anderem zwei der drei Gruppenräume, ein Bewegungsraum und die Cafeteria mit kleiner Küche untergebracht. "Die ist im Grunde der Mittelpunkt des geselligen Lebens hier", sagt die pädagogische Mitarbeiterin Kirsten Küttner. Zwei Stockwerke weiter oben befinden sich Büros und ein weiterer Gruppenraum - der von Küttner. Die Pflanzen an der großen Fensterfront, die blauen Meeresbilder an der Wand: Die Gruppenmitglieder sollen sich wohlfühlen. In der Mitte des Raumes steht ein Kollektiv aus fünf ineinander geschobenen Tischen. "Dort reden wir miteinander - das ist eigentlich das Geheimrezept. Darüber, wie es zurück in den Beruf gehen kann, aber auch über Privates", sagt Küttner. Berufstraining in individuellem Tempo Ebenfalls im zweiten Obergeschoss ist der kaufmännische Bereich angesiedelt. In zwei Räumen können die Berufsrückkehrer dort an PCs arbeiten. "Wir achten besonders darauf, für jeden ein individuelles Tempo zu finden", sagt Berufstrainer Herbert Möller. "Denn das Niveau der Teilnehmer ist sehr unterschiedlich. Das reicht von ,Wie geht der Computer an?' bis zu EDV-Cracks, die mehr Ahnung haben als ich." Der kaufmännische ist einer von drei Bereichen im BTZ - die anderen sind Holz und Metall. Früher waren diese beiden Bereiche zusammengefasst. Jetzt gibt es jeweils eine eigene Werkstatt im Erdgeschoss des Hauses. Friedrich Dreier, als Berufstrainer für den Holzbereich zuständig, führt mit Begeisterung durch sein kleines Reich. "Diese Werkzeugkiste hat ein Teilnehmer angefertigt", sagt Dreier. "Die darf er mit nach Hause nehmen und behalten. Wir produzieren hier nichts für die Tonne. Alles, was wir machen, soll benutzt werden." Zur Begrüßung bei der Eröffnungsfeier stellen Mark Keuthen, Geschäftsführer der Kolping-Bildungszentren Ostwestfalen, und weitere Redner all diese Vorzüge heraus. "Das BTZ ist ein Teil unseres Sozialstaates, auf den wir stolz sein können", sagt Keuthen. "Seine Arbeit leistet auch einen wirtschaftlichen Beitrag. Denn die Rehabilitanden belasten nach ihrer Eingliederung den Steuerzahler nicht mehr." Nach den Festreden geht die Eröffnung in den gemütlichen Teil bei Häppchen und Getränken weiter - um den Glücksfall der Räume an der Hülsbrockstraße zu feiern.

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