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Nicht nur für hoffnungslose Romantiker: Liebesbriefe erreichen auch in Zeiten von Mails und SMS die Herzen der Angebeteten. - © picture alliance / dpa
Nicht nur für hoffnungslose Romantiker: Liebesbriefe erreichen auch in Zeiten von Mails und SMS die Herzen der Angebeteten. | © picture alliance / dpa

Kreis Gütersloh Die schönsten Liebesbriefe aus dem Kreis Gütersloh

Die ersten drei Plätze gewinnen ein Candlelight-Dinner im Parkhotel

13.02.2016 | Stand 12.02.2016, 18:12 Uhr

Kreis Gütersloh. Schwülstig, humorvoll, stürmisch: Die NW und die Deutsche Post haben zum 
Valentinstag die schönsten Liebesbekundungen gesucht. Drei Paare gewinnen ein Candlelight-Dinner im Parkhotel Gütersloh. Alle anderen Einsender erhalten einen Blumenstrauß. Wer seine Adresse noch nicht mitgeteilt hat, sendet sie an Rainer Ernzer (r.ernzer@dpdhl.com) von der Deutschen Post.

Und hier sind unsere Gewinnerbriefe: Gewinner 1: Es kam, wie angekündigt: Johannes Ronning aus Borgholzhausen und seine Frau zeugten einen Sohn. Nach der Geburt sah der Vater ihn noch ein Mal - dann fiel er im Krieg:
„So Gott will, komme ich in Urlaub"

Liebe Frau! Hoffentlich geht es Dir noch gut, ich bin noch gesund. In diesem Brief möchte ich Dir das mitteilen, worauf Du wartest. So Gott will, komme ich in Urlaub. Gestern hat mir der Spieß gesagt, dass ich voraussichtlich am 20. hier abfahre (…) Ich möchte Dir zu Weihnachten ein kleines Geschenk bringen. Wie muss das doch schön werden, wenn ich Dir das am hl. Abend geben könnte. Liebe Änne, es ist nur aus Liebe und nochmals Liebe, ich möchte es unter Dein liebes Herz legen, ich glaube, Du weißt was ich meine, liebe Änne ... !

Gewinner 2: Theresa aus Stralsund schrieb einen Rückblick an die bislang gemeinsam verlebte Zeit als Liebesbrief an ihren Freund Nikolai aus Gütersloh. Den vollständigen Brief bekommt der Glückliche aber erst am Sonntag zum Valentinstag überreicht:
„Du behandelst mich wie eine Prinzessin"
Das schöne ist, Du nimmst mich so wie ich bin. Egal was war und ist. Du hältst zu mir und stehst mir immer bei. Du versuchst Dein Bestes, jeden Tag aufs Neue, mich glücklich zu machen (…) Es ist einfach unbeschreiblich (…) Was mich stolz macht, ist, dass wir den Alltag gemeinsam meistern. Auch wenn Streit ist und fast alles bescheuert läuft, halten wir zusammen. Wir haben es sogar geschafft, fast täglich zu telefonieren, als Du für sechs Wochen in Australien warst. Gemeinsam schaffen wir alles! Jede Frau wäre neidisch auf mich, weil Du mich behandelst wie eine Prinzessin, trägstmich auf Händen und behandelst mich mit sehr viel Respekt! Selbst deine Mutter hat mir geschrieben, dass Duimmer dein Bestes gibst, ich Dir sehr wichtig bin und ich Dir sehr gut tue (…) Das zeigt wirklich, dass du Besonders bist und dass es unsere Beziehung besonders macht.

Gewinner 3: Simon aus Paderborn an Katja aus Rheda-Wiedenbrück. Die beiden sind mittlerweile seit 16 Jahren verheiratet und stolze Eltern von zwei Kindern:
„Die Angst, Dich zu verlieren"
Das Glück, an Dich zu denken, die Angst, Dich zu verlieren, und vor allem das Glück, von Dir geliebt zu werden, überstrahlen meine Gedanken und lassen mich die kleinen Probleme des Alltags lächelnd beiseite schieben (…) In den ersten Tagen hatte ich das Gefühl, alles wäre nur ein Traum (…) Die falsche Erkenntnis, dass jeder Hauch von Glück, der sich am Horizont zeigt, verfliegt, sobald man darauf zuläuft, hat mich dann wohl auch dazu veranlasst, meine Gefühle nicht gleich am ersten Tag in die Waagschale zu werfen. Die Verwirrung ist vorbei, das Glück ist geblieben.

Sabrina aus Verl an ihren Ehemann, den sie liebevoll Schnuffi nennt. Die beiden sind mittlerweile 16 Jahre verheiratet:
„Da war die Romantik schlagartig vergessen"

Mein lieber Schnuffi, … In der Schule saßen wir mittlerweile nebeneinander und haben uns immer fleißig Briefchen geschrieben. Ich weiß nicht mehr, was genau wir da alles geschrieben haben, aber hättest du damals geglaubt, was daraus mal wird? Dann kam Dein 16. Geburtstag, den Du bei Nani im Partyraum gefeiert hast. Irgendwann sind wir beide dann ein Stück spazieren gegangen. Ich erinnere mich noch, es war ziemlich kalt und Du hattest nur einen Pullover an, der Mond hat geschienen und wir standen da unter den kahlen Bäumen. Da hast Du mich gefragt, ob Du mich mal in den Arm nehmen sollst. Arm in Arm standen wir dann mitten in der Romantik und ich weiß nicht, wie lange es war, bis uns Sven mit der Taschenlampe gesucht hat - „Deeeennniiiiis". Da war die Romantik schlagartig vergessen, aber der Moment ist uns beiden noch gut im Gedächtnis geblieben und wir lachen oft gemeinsam darüber …

Ulrike aus Dissen schrieb diesen Brief im März 1970 an ihren Freund. Der Brief wurde in der Redaktion anonym abgegeben:
„Ein komisches Gefühl im Magen"
Du warst an diesem Wochenende sehr sehr lieb zu mir. Ich denke immer daran zurück, und dann habe ich so ein komisches Gefühl om Magen. Ich glaube, es ist Sehnsucht nach Dir. Ich habe Dich sehr lieb, und ich brauche Dich. Ich brauche Deine Liebe wie das tägliche Brot, um leben zu können. Glaubst Du mir das? Wenn Du nicht da bist, dann fehlt etwas (…) Diese Woche ist nicht so lang, weil Du ja erst am Montag gefahren bist und vielleicht schon am Freitag Mittagkommen kannst (…) Du könntest dann eigentlich direkt nach Homann kommen (…) Dann komme ich runter und Dubekommst einen langen Kuß. Es können ruhig alle sehen, wie lieb wir uns haben. Nicht wahr?

Ein Liebesgedicht von Hartwig Kuhn aus Halle an seine damalige Freundin:
„Geträumt"
Ich sehe Dich
Du bist mir nah
Du siehst mich …
In Deinen Augen seh´ ich Glück …
- oder …
ist das meine Spiegelung
in Deinen Tränen?
Warum weinst Du?
Vor Glück?
Aus Angst, es sei ein Traum?
Es ist ein Traum!
- doch …
Wecken ist in 1000 Jahren!
Sieh mich an -
Bleib!
Dreh dich nicht um,
bist Du es weißt:
Niemand liebt Dich so
wie ich!

Die erste Strophe des „Gütersloh-Lieds" von Rektor August Schätzlein (1859-1930). Es wird im Stadtarchiv Gütersloh aufbewahrt:
„O Du mein Gütersloh"
Alt-Gütersloh, Du kleine,
Du Stadt im Heideland,
Du bist es, die ich meine,
da meine Wiege stand.
Wo ich im wärmsten Neste
ein Kind war, sonnig froh,
Du bist und bleibst die beste,
O, Du mein Gütersloh!

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