Zukünftige Unterkunft für Flüchtlinge: Das ehemalige Altenheim an der Kaiserstraße. - © Raimund Vornbäumen
Zukünftige Unterkunft für Flüchtlinge: Das ehemalige Altenheim an der Kaiserstraße. | © Raimund Vornbäumen

Gütersloh Altenheim wird Flüchtlingsunterkunft

Engpass: Die Stadt denkt inzwischen auch über Container und Holzhäuser nach

Gütersloh. Eigentlich sollte das ehemalige städtische Altenheim an der Kaiserstraße nicht als Flüchtlingsunterkunft dienen. Dagegen sprach zum einen das problematische soziale Umfeld mit Hauptbahnhof zum ZOB. Zum anderen ist die Stadt bemüht, eher kleinere Einheiten für diesen Zweck zu nutzen. Im Altenheim wären es hingegen gleich einige Dutzend Plätze.

Doch die anhaltenden Zuweisungen von Asylsuchenden machen aus diesen Erwägungen Makulatur. Sozialdezernent Joachim Martensmeier bestätigte gestern auf Anfrage, dass derzeit Vorbereitungen für die Herrichtung als Flüchtlingsunterkunft getroffen würden.

Unabhängig davon gebe es noch ausreichend Kapazitäten, die in dieser Woche ankommenden Menschen unterzubringen. Ab nächster Woche werde vorerst die erhöhte Kapazität in den beiden Notunterkünften in Spexard und Friedrichsdorf auf die Zuweisungsquote angerechnet. Das verschaffe etwas Luft.

Martensmeier bestätigte auf Anfrage, dass inzwischen auch überlegt werde, Container für die Unterbringung der Flüchtlinge - dem Vernehmen nach gegenüber der "Welle" am Stadtring Sundern - aufzustellen. Die sind freilich schon länger nicht mehr oder kaum noch zu bekommen. Daneben gehe es um andere schnelle Bauweisen, etwa die Errichtung von Holzhäusern wie in Harsewinkel. Zelte sehe er hingegen weiter kritisch, so der Dezernent.

Darstellungen, als dritte Sporthalle solle in Kürze die an der Hauptschule Nord als Unterkunft dienen, wies Martensmeier zurück. Die Halle stehe auf einer Liste der in Frage kommenden Objekte, "aber nicht vorne".

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