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Gut vorbereitet: Die begeisterten Parkour-Eltern Kirsten und Jens Worrech wollen mit ihrer Alpenüberquerung Geld für das Parkour-Projekt sammeln und hoffen auf viele Unterstützer. - © Foto: Fotostudio Christiane Runte
Gut vorbereitet: Die begeisterten Parkour-Eltern Kirsten und Jens Worrech wollen mit ihrer Alpenüberquerung Geld für das Parkour-Projekt sammeln und hoffen auf viele Unterstützer. | © Foto: Fotostudio Christiane Runte

Gütersloh Eltern starten zur Alpenüberquerung und sammeln Geld für ein Parkour-Projekt

Wandern für den guten Zweck

08.07.2015 | Stand 07.07.2015, 19:54 Uhr

Gütersloh. Kein Leistungsdruck, individuelle Förderung, Grenzen abbauen, das Selbstwertgefühl stärken: Für die Auswirkungen von Parkour auf ihre Kinder wollen Kirsten und Jens Worrech der Gütersloher Parkour-Community auf besondere Weise danken. Am 13. Juli starten die begeisterten Eltern eine Alpenüberquerung - ihre ganz eigene Grenzerfahrung - und wollen so Geld für den Parkoursport sammeln.

Bei dem außergewöhnlichen Charity-Projekt ist jeder eingeladen, mit einer Spende das organisierende Team vom Bauteil 5 und damit auch die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen. Das Geld kommt unter anderem der Finanzierung der Trainer und der Anschaffung von neuen Übungsgeräten zugute. Erst am vorigen Wochenende trafen sich an der Janusz-Korczak-Schule rund 200 Teilnehmer aus dem In- und Ausland zum 7. Parkour-Camp.

Links zum Thema
  • Die Alpenüberquerung dokumentiert das Ehepaar in einem Reiseblog auf der
    Internetseite www.parkour-charity.de. Dort erfahren die Unterstützer
    außerdem, wie sie ab sofort bis Ende August online spenden können.
  • Weitere Informationen über das Parkour-Projekt der Stadt Gütersloh im
    Bauteil 5, initiiert durch den Fachbereich Jugend und Bildung, unter www.bauteil5.de

Die Spende soll das soziale Engagement der überwiegend jungen Trainer gewährleisten, das die Eltern im Umgang mit ihren Kindern Emma (7) und Anton (8) so begeistert. "Die Kinder werden da abgeholt, wo sie stehen, es gibt keinen Leistungsdruck und das Wichtigste: Sie haben viel Spaß", erklärt der 44-Jährige aus Schloß Holte-Stukenbrock.

Information

Über alle Hindernisse hinweg

Parkour bezeichnet eine Fortbewegungsart, deren Ziel es ist, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient von Punkt A zu Punkt B zu gelangen. Der Parkourläufer (franz.: le traceur „der, der eine Linie zieht“) bestimmt seinen eigenen Weg durch den urbanen oder natürlichen Raum – auf eine andere Weise als von Architektur und Kultur vorgegeben.

Es wird versucht, sich in den Weg stellende Hindernisse durch Kombination verschiedener Bewegungen so effizient wie möglich zu überwinden. Bewegungsfluss und -kontrolle stehen dabei im Vordergrund. Parkour wird deshalb auch als „Kunst der effizienten Fortbewegung“ bezeichnet. Entwickelt wurde Parkour in den späten 1980er Jahren.

Es gehe um Grenzerfahrung, darum, etwas aus eigener Willenskraft zu erreichen, darum, sein eigenes Tempo zu verfolgen und sich nicht an anderen messen zu müssen - beim Parkour ebenso wie bei der Alpenüberquerung.

Nur mit einem Rucksack bepackt und von Hütte zu Hütte ziehend, werden die begeisterten Parkour-Eltern in zwölf Tagen die gut 150 Kilometer von Oberstdorf nach Meran wandern. Die Route besteht aus zehn Etappen, die bis zu neuneinhalb Stunden dauern.

Die eigentliche Herausforderung werden die Höhenmeter, ist sich Jens Worrech sicher. Erfahrungen hat die Familie bereits. Gemeinsam mit den Kindern wandern sie oft und gerne in der Natur, machen Tagestouren unter anderem in der Schweiz und im Bayerischen Wald.

"Wir haben die tollen Auswirkungen von Parkour auf unsere Kinder in den letzten Jahren erleben dürfen. Deshalb möchten wir helfen und freuen uns über jede Unterstützung", so Jens Worrech.

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