Hölzern: Eines der Bushäuschen.
Hölzern: Eines der Bushäuschen.

Gütersloh Gütersloher kämpfen um Bushäuschen aus Holz

Verwaltung will selbst über Bürgerantrag entscheiden

Rainer Holzkamp
18.04.2015 | Stand 20.04.2015, 21:11 Uhr

Gütersloh. Die Sperrholzhäuschen am Straßenrand sorgen weiter für Gesprächsstoff in Gütersloh und und regen immer wieder die Fantasie an. So sind sie inzwischen Gegenstand von Kurzgeschichten und bilden die Kulisse für Inserate von Möbelanbietern. Und während die BfGT kürzlich beantragt hat, die Wartehallen für einen Graffiti-Wettbewerb zum Besprühen freizugeben, liegt dem Hauptausschuss nun ein Bürgerantrag vor, die 17 als Provisorien aufgestellten Fahrgastunterstände an Ort und Stelle stehen zu lassen und Paten zu suchen, die sie achtsam pflegen. Laut Antragstellerin kämen Vereine, Kitas, Schulen oder die Sparkasse dafür in Betracht. Die Unterstände seien stabil und würden weniger zum Vandalismus einladen als teure Häuschen aus modernen Materialen, heißt es zur Begründung. Außerdem seien die Holzsitze deutlich komfortabler als kalte Sitzbänke aus Metall oder Plastik.Verpflichtungen gegenüber Lieferanten Argumente, die freilich wohl nicht dazu führen werden, dass die Bushäuschen dem öffentlichen Raum dauerhaft erhalten bleiben. Der Fachbereich Tiefbau hat bereits darauf hingewiesen, dass sie errichtet wurden, um den Zeitraum bis zur Aufstellung der neuen und endgültigen Unterständen zu überbrücken. Die Provisorien verfügten nicht über die erforderlichen Ausstattungen wie Innenbeleuchtung, Fahrgastinformationen oder Dachentwässerung. Überdies sei die Stadtverwaltung mit der Ausschreibung von insgesamt 123 Unterständen Verpflichtungen gegenüber dem Lieferanten eingegangen. Gleichwohl würden die Holzhäuschen sinnvoll und nachhaltig an anderen Stellen weiter genutzt, heißt es. Es lägen bereits 17 Übernahmeanfragen von Kindertagesstätten, Sportvereinen, Schulen und sozialen Einrichtungen vor, auch von auswärts. Was mit den Häuschen am Ende passiert, entscheiden die Politiker nicht. "Die Eingabe wird zur Bearbeitung an die Verwaltung verwiesen", schreibt die Bürgermeisterin in der Sitzungsvorlage für den Ausschuss, der am Montag, 27. April, tagt.

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