Rechnet 2014 mit 980.000 Euro: Baudezernent Henning Schulz. - © FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN
Rechnet 2014 mit 980.000 Euro: Baudezernent Henning Schulz. | © FOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Gütersloh Stadt erweist sich als guter Makler

Qualität der Grundstücke jedoch tendenziell sinkend

Gütersloh (ost). Die Stadt Gütersloh hat dieses Jahr bei ihren Grundstücksgeschäften knapp eine Million Euro eingenommen. Das geht aus einer Übersicht hervor, die Baudezernent Henning Schulz für eine Sitzung des Ausschusses für Immobilienwesen Mitte nächsten Monats vorgelegt hat. Schulz rechnet damit, dass sich an dieser Ertragshöhe in den Jahren bis 2018 wenig ändern wird.

Dass die Stadt 2010 bis 2012 höhere Erträge erzielte (teilweise das Doppelte), habe an "Sondereffekten aus einer weit überdurchschnittlichen Geschäftstätigkeit" gelegen. Die Stadt habe in jenen Jahren ihren Bestand an bebauten und unbebauten Wohn- und Gewerbeflächen sowie an allgemeiner Flächenreserve deutlich reduziert. Auch seien in Bezug auf Lage und Zustand eher die höherwertigen Liegenschaften vermarktet worden. "Der jetzt noch vorhandene Restbestand an zu vermarktenden städtischen Flächen verfügt nicht mehr über die wirtschaftliche Qualität wie früher", schreibt Schulz in der Sitzungsvorlage.

Der Baudezernent berichtet von dem Risiko, das sich die (aufgrund der Niedrigzinsen) hohe Nachfrage nach Immobilien abschwächen könnte. Auf der anderen Seite gehe die Stadt davon aus, neue vermarktbare Flächen für Gewerbeansiedlungen zu generieren, etwa am Hüttenbrink in Spexard. Die Ertragslage lasse sich auch über das kommunale Baulandmanagement und das Wandeln von ehemaligen Gemeinbedarfsflächen in Wohnbauland stabilisieren. Die Konversion dagegen, die Umwandlung der britischen Militärliegenschaften für andere Zwecke, berücksichtige die Stadt dagegen zunächst eher zurückhaltend.

Weiter erhöht haben sich laut Schulz die städtischen Einnahmen aus Pacht- und Erbbauverträgen. Sie sind demnach um 75.000 Euro gestiegen - auf welchen Betrag, geht aus der Vorlage nicht hervor. "Für das Folgejahr sind weitere Steigerungen zu erwarten", heißt es lediglich. Dass die Stadt beschlossen hat, ihre Erbbaurechte sukzessive zu verkaufen, fällt bislang kaum ins Gewicht. Denn: Die Erhöhung der Erbbauzinsen bei den verbleibenden Erbbaurechten (anhand der vertraglichen Wertanpassungsklauseln) kompensiere das.

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