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Gemeinsam für die Kunst: Gabriele Andres, Dr. Joachim Kleinmanns sowie Andreas und Ulrike Burmester bilden den Vorstand des Kulturvereins, der in Heiligenkirchen aktiv ist. - © Bernhard Preuss
Gemeinsam für die Kunst: Gabriele Andres, Dr. Joachim Kleinmanns sowie Andreas und Ulrike Burmester bilden den Vorstand des Kulturvereins, der in Heiligenkirchen aktiv ist. | © Bernhard Preuss

Gütersloh St. Pankratius bekommt einen neuen Altar

Generalrenovierung der katholischen Innenstadtkirche schreitet voran / Orgelsanierung wird erst nach Ostern fertig sein

VON ROLF BIRKHOLZ
21.10.2014 | Stand 19.10.2014, 19:30 Uhr

Gütersloh. Frisch gestrichen, Farbschnörkel überdeckt, der Altarraum vorgezogen, insgesamt eine klarere Linie – die Generalrenovierung der St. Pankratius-Kirche schreitet weiter voran. Während eines "Baustellengottesdienstes" konnte sich die Gemeinde davon überzeugen. Bis auf die Orgelsanierung ist alles im Plan, wie Architekt Thomas Quack sagte. Wichtigste Entscheidung seit der Gemeindeversammlung im Mai: Altar und Tabernakel aus den 1970er Jahren werden ersetzt, weil sie nicht in das künstlerische Konzept passen.

Der Verzicht auch auf diese beiden vom Verler Bildhauer Heinz Hollenhorst geschaffenen sogenannten Prinzipalstücke war damals noch offen gewesen; nur dass der Ambo nicht passte, war klar. Doch im Gesamtentwurf des Benediktiners Abraham Fischer aus der Abtei Königsmünster in Meschede für den Altarraum und dessen Seitenbereiche, und praktisch für den ganzen Innenraum bis zum Trenngitter hinten, hätten der massiv wirkende Opfertisch und das Tabernakelkreuz offenbar als Fremdkörper gewirkt.

Nun wird in den Mittelpunkt der Liturgie – und durch Vorziehen auch näher an die Gemeinde heran – ein Altar rücken, der als aufgebrochener, (dunkel-) grauer Stein aus Anröchte ein schimmerndes Metall einfasst, das als Seelenkern in der gesprengten harten Lebenswirklichkeit symbolisch gedeutet wurde. Dieses Element soll auch der neue, links frei stehende Tabernakel aufnehmen. In der Seitenkapelle rechts wird die "Spexarder Madonna" platziert, links die Figur des Heiligen Pankratius.

Pater Abraham, Priester und Metallgestalter-Meister, "lebt komplett aus den Konzilstexten", erläuterte Pfarrer Elmar Quante dessen neuen Entwurf der Innengestaltung als ganz aus dem Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils gewachsen. Prälat Thomas Dornseifer, stellvertretender Generalvikar und früher einige Jahre Vikar an St. Pankratius, habe an Ort und Stelle jüngst den "umsichtigen Umgang" mit dem Kirchengebäude bei der Renovierung gewürdigt.

Während die gleichzeitige Orgelsanierung nach Mitteilung des Pfarrers nicht, wie geplant, bis Ostern 2015, sondern wohl erst Ende Juni abgeschlossen werden kann, soll der neue Altar in der Vorabendmesse am 6. Dezember um 17 Uhr geweiht werden. Dazu wird Weihbischof Manfred Grothe, der Apostolische Administrator des Bistums Limburg, erwartet. Die dem alten Altar entnommene Reliquienschachtel war jetzt schon einmal zu betrachten. Sie wird nach Prüfung in Paderborn auch in den neuen Altar eingesetzt.

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