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Gütersloh Parkour-Sportler finden stets ihren Weg

Teilnehmer reisen sogar aus anderen Ländern an

15.07.2014 | Stand 13.07.2014, 18:45 Uhr

KSB-Mitarbeiterin Laura Hantke (v.l.), Übungsleiterschein-Aspirantin Carina Kochjohann, Organisator Claus-Peter Mosner und Helferin Farina Huckethewes beim Start des Camps. - © FOTO: ROLF BIRKHOLZ
KSB-Mitarbeiterin Laura Hantke (v.l.), Übungsleiterschein-Aspirantin Carina Kochjohann, Organisator Claus-Peter Mosner und Helferin Farina Huckethewes beim Start des Camps. | © FOTO: ROLF BIRKHOLZ

Gütersloh (rb). Wo andere Hindernisse sehen, fangen sie erst an. Das bewundert Maria Unger an den "Parkour"-Sportlern. "Diesen Sport finde ich überzeugend und eben attraktiv", begrüßte die Bürgermeisterin die Teilnehmer des sechsten Gütersloher "Parkour-Camps" auf dem Gelände der Janusz-Korczak-Gesamtschule. Rund 170 junge Leute, betreut von 40 Ehrenamtlichen, trainierten und demonstrierten von Freitag bis Sonntag ihre ganz speziellen körperlichen Fähigkeiten.

"Ihr seid Macher ohne Grenzen", zitierte Maria Unger eine Zeitungsüberschrift zu einem der früheren Treffen. Die gingen aus vom Fachbereich Jugend der Stadt und dem Jugendtreff Bauteil 5. "Ihr eröffnet Möglichkeiten", erwies die Verwaltungschefin den Jugendlichen Respekt für ihr Talent, ohne weitere Hilfsmittel, nur dank körperlicher Geschicklichkeit und Kreativität dem durchschnittlichen Fußgänger unüberwindlich erscheinende Hindernisse vor allem springend oder kletternd zu meistern, ob Autos, Schneisen, Häuserwände.

Um diese Künste vorzustellen, aber auch in Workshops mit erfahrenen Lehrern etwas hinzuzulernen, über ihren Sport zu sprechen, Spaß zu erleben, hatten sich wieder Teilnehmer aus verschiedenen Regionen wie auch aus den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich auf den Weg gemacht. Doch auch im Kreis Gütersloh wächst das Interesse an Parkour, das eine "Trendsportart" ist, wie Farina Huckethewes vom Organisationsteam berichtete.

So waren auch Familien dabei, die diese Disziplin, die offiziell ab 14 Jahren ausgeübt werden darf, kennen lernen wollten. Zudem schauten sich 16 junge Leute, die beim Kreissportbund den Übungsleiterschein erwerben wollen, im Rahmen einer Gruppenhospitation das Geschehen an und machten gleich beim allgemeinen Aufwärmtraining mit. "Das ist Wahnsinn, was die hier an Jugendarbeit leisten", würdigte die Leiterin der Gruppe, Laura Hantke, den hohen Arbeitsaufwand der Organisatoren.

Diese Helfer um Chef-Organisator Claus-Peter Mosner wurden finanziell und materiell maßgeblich wieder von der Nüßing-Stiftung sowie von Privatspendern und Firmen unterstützt. Die Bürgermeisterin wies darauf hin, dass man sich weiterhin bemühe, einen dauerhaften Parkour-Park in Gütersloh einzurichten.

Der Sportler freilich findet im Alltag gerade auch jenseits künstlich errichteter Hindernisse seinen Weg. "Die Stadt gehört uns", beschrieb Claus-Peter Mosner Parkour als eine besondere Weise, "die Fähigkeiten zurück zu gewinnen, die wir als Menschen haben."

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