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Gütersloh

Glänzender Lack statt Blumen

Firma Koop baut Automobil-Zentrum auf dem Areal des IGA-Gartencenters

VON EIKE J. HORSTMANN
26.06.2014 | Stand 25.06.2014, 21:23 Uhr
Jürgen (v.l.), Uwe und Wilhelm Koop hauchen dem seit Jahren brachliegenden Areal des ehemaligen IGA-Gartencenters an der Isselhorster Straße neues Leben ein. Das Dach des Hauptgebäudes ist inzwischen abgedeckt worden. - © FOTO: EIKE J. HORSTMANN
Jürgen (v.l.), Uwe und Wilhelm Koop hauchen dem seit Jahren brachliegenden Areal des ehemaligen IGA-Gartencenters an der Isselhorster Straße neues Leben ein. Das Dach des Hauptgebäudes ist inzwischen abgedeckt worden. | © FOTO: EIKE J. HORSTMANN

Gütersloh. Unkraut und wild wuchernde Büsche bestimmen das Bild an der Isselhorster Straße 349, nur wenig erinnert an die glänzenden Zeiten, als in den Hallen und Gewächshäusern des ehemaligen IGA-Gartencenters Blumen und Floristik verkauft wurden. Nach Jahren des Dornröschenschlafes kehrt jetzt aber das Leben zurück auf das Areal. Denn die Firma Koop, Inhaber der benachbarten Shell-Tankstelle und des gleichnamigen Fiat-Autohauses an der Dieselstraße, hat Großes damit vor.

Rund 2,2 Millionen Euro wollen Wilhelm Koop und seine Söhne Uwe und Jürgen investieren, um auf den rund 9.300 Quadratmetern des brachliegenden Gartencenters ein Automobil-Zentrum zu machen. Dessen Herzstück soll neben Verkaufsräumen für Autos sämtlicher Marken ein Fahrzeugpflegepark mit einer modernen Waschstraße sein. "Hier muss ich mich aber wieder richtig in die aktuelle Technik einarbeiten", sagt Wilhelm Koop, der 1972 erstmals eine Waschanlage in Betrieb genommen hatte. "In den vergangenen Jahren hat sich vieles verändert, von den Wasserrückgewinnungsanlagen über die Stromversorgung bis zu den Staubsaugern. Es soll schließlich alles auf modernstem Stand sein." Den veränderten Ansprüchen der kommenden Kundschaft wollen die Koops zudem mit Schnellladestationen für Elektro-Autos gerecht werden.

Wie genau das zukünftige Zentrum aussehen soll, steht noch nicht ganz fest. "Es ist vieles noch in der Schwebe", sagt Wilhelm Koop, der erst seit wenigen Monaten zusammen mit dem beauftragten Gütersloher Architekturbüro Spooren an den Details seines Projektes feilen kann.

Erst Ende des vergangenen Jahres hatte die Stadt Gütersloh zugestimmt, dass das als landwirtschaftlich zu nutzende Grünfläche eingetragene Grundstück gewerblich genutzt werden darf. "Das war für uns die Voraussetzung dafür, dass wir das Areal überhaupt erworben haben", erläutert Koop. Nach dem Kauf vom Vorbesitzer Karl Theodor Mumperow konnten Koop und seine Söhne die lang gehegten Pläne und Ideen endlich aus der Schublade holen. Als erster Schritt soll zunächst das verwaiste Gebäude dem Erdboden gleichgemacht werden, das Dach des Hauptgebäudes wurde inzwischen teilweise abgedeckt. "Wenn alles gut geht, werden die Abrissarbeiten im August abgeschlossen sein", sagt Wilhelm Koop. Auch die leerstehenden Imbissbuden auf dem Parkplatz werden verschwinden, statt ihrer ist ein Pavillion mit gastronomischem Angebot geplant. "Das wird schon etwas exklusives werden, solche Buden wären auch nicht meine Art", sagt Koop. "Entweder man macht etwas richtig oder gar nicht." Dazu gehört auch, dass für das Areal eine Betriebswohnung vorgesehen ist. Der Bau des neuen Zentrums soll dann Ende 2015 beginnen, die Fertigstellung ist für den Herbst des Jahres 2016 geplant. Auf der Anlage sollen voraussichtlich zehn bis 15 neue Arbeitsplätze entstehen.

Damit ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, die Planungen der Firma Koop gehen noch weiter. "Die Tankstelle soll später in das Pflegecenter integriert werden", sagt Wilhelm Koop. Aktuell wird die Anlage von Shell gepachtet und betrieben. Wann die Zapfsäulen dann einen neuen Anstrich bekommen werden, steht allerdings noch nicht fest. "Das kann in drei, fünf oder zehn Jahren sein", so Koop. "Das ist jedoch die Vision, die dahinter steckt: Es soll alles aus einer Hand sein."

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