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Gütersloh Selbsthilfe in Muttersprache

BIGS erhält 20.000 Euro für zwei Modellprojekte für Migranten

27.02.2014 | Stand 26.02.2014, 20:09 Uhr
Manfred Bohnenkamp (Selbsthilfegruppe Angst und Panik Steinhagen), Thomas Kuhlbusch (Fachbereichsleiter Gesundheit, Ordnung und Recht), Günter Philipps (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Suchtbereich, Freundeskreis Rheda-Wiedenbrück), Anette Harnischfeger (Sprecherin der Selbsthilfegruppen), Jenny von Borstel (BIGS), Gabriele Schippers ( Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen, Matthias Gubba (Leiter der Abteilung Gesundheit) und Christel Kunz (Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz).
Manfred Bohnenkamp (Selbsthilfegruppe Angst und Panik Steinhagen), Thomas Kuhlbusch (Fachbereichsleiter Gesundheit, Ordnung und Recht), Günter Philipps (Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfegruppen im Suchtbereich, Freundeskreis Rheda-Wiedenbrück), Anette Harnischfeger (Sprecherin der Selbsthilfegruppen), Jenny von Borstel (BIGS), Gabriele Schippers ( Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen, Matthias Gubba (Leiter der Abteilung Gesundheit) und Christel Kunz (Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz).

Kreis Gütersloh. Mit 20.000 Euro unterstützen die Krankenkassen und deren Verbände zwei neue gesundheitsbezogene Modellvorhaben unter dem Dach der Bürgerinformation Gesundheit und Selbsthilfekontaktstelle Kreis Gütersloh (BIGS). Von der zusätzlichen Förderung sollen Mitglieder von Selbsthilfegruppen geschult werden. Ebenfalls gefördert wird die Entwicklung eines Moduls, das Menschen mit Migrationshintergrund über Selbsthilfegruppen informiert.

Die Selbsthilfekontaktstellen erhalten seit vielen Jahren von den Krankenkassen und deren Verbänden in NRW jährlich eine pauschale Förderung. Die Geldgeber selbst haben jedoch festgestellt, dass für die Entwicklung und Umsetzung zusätzlicher gesundheitsbezogener Maßnahmen, die sich an regionalspezifischen Bedürfnissen ausrichten, oft personelle Ressourcen oder Sachmittel fehlen. Daher haben die Krankenkassen entschieden, zusätzliche Fördergelder für maximal eineinhalb Jahre für Modellvorhaben zur Verfügung zu stellen. Diese müssen sich an den regionalen Besonderheiten der Selbsthilfe orientieren und sollen möglichst vielen Gruppen zugutekommen.

Bei der Auswahl für den Kreis Gütersloh durften die Selbsthilfegruppen mit entscheiden. Die BIGS will mit den Fördergeldern bis Ende des Jahres zwei Projekte anbieten, deren Themen in enger Zusammenarbeit mit den Gruppen erarbeitet wurden. Mit dem Projekt "Bildungsregion für den Themenbereich Selbsthilfe" soll eine Qualifizierung von Mitgliedern der Selbsthilfegruppen ermöglicht werden. Zudem soll eine Vernetzung mit den örtlichen Bildungsträgern sicherstellen, dass über das Jahr 2014 hinaus Fortbildungen für Selbsthilfegruppen vor Ort angeboten werden können.

Den Start bildet am Donnerstag, 6. März, eine Workshopreihe zum Thema Kommunikation mit Menschen mit Beeinträchtigungen. Am 5. April wird eine Fachtagung zum Thema "Neue Medien in der Selbsthilfe" angeboten und im Juni wird ein Wochenendseminar zum Thema "Generationenwechsel" organisiert.

Neben den Seminaren wird die BIGS ein Modul entwickeln, das Migranten über das Prinzip von Selbsthilfegruppen informiert. Mit Vertretern bestehender Gruppen und Dolmetschern ist geplant, in Migrantengruppen über Selbsthilfe aufzuklären. Des Weiteren ist auch der Einsatz von In-Gang-Setzern zur Begleitung von Gründungen möglich. In-Gang-Setzer sind ehrenamtliche Mitarbeitende der BIGS, die neue Selbsthilfegruppen in der Startphase unterstützen. Mit diesem Vorhaben soll die Zielgruppe zur Teilnahme an bestehenden Gruppen oder zur Gruppengründung motiviert werden.

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