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NW-Leser Wolfgang Szlapka hat die Störche bei der Rast abgelichtet. - © FOTO: WOLFGANG SZLAPKA
NW-Leser Wolfgang Szlapka hat die Störche bei der Rast abgelichtet. | © FOTO: WOLFGANG SZLAPKA

BIELEFELD-WINDFLÖTE Störche rasten in Windflöte

VON SILKE KRÖGER
29.09.2010 | Stand 29.09.2010, 14:25 Uhr

Windflöte. Auf ihrem langen Weg nach Süden haben am Wochenende fünf Störche auf dem Sendemast der Telekom in der Lippstädter Straße eine kleine Rast eingelegt.

Sie nutzten die Flugpause zur sorgfältigen Gefiederreinigung, berichtet NW-Leser Wolfgang Szlapka, der die fünf auf dem hohen Mast entdeckt und fotografiert hat. "Einer flog ab und zu eine Runde um den Sendemast."

Die Mitarbeiter der Biologischen Station Gütersloh/Senne haben die majestätischen schwarzweißen Vögel mit den roten Schnäbeln schon länger beobachtet. Um sie über den Sommer zu Bleiben und Brüten zu "überreden", hatte die Biostation im März an der Reigerbachaue in der Nordost-Erweiterung der Rieselfelder Windel einen zwölf Meter hohen Mast mit gemütlichem Storchennest aus Weiden und getrocknetem Schilfstroh hergerichtet.

Eine weitere luftige "Einzimmer-Wohnung" auf einem zehn Meter hohen Akazienstamm haben die Ummelner Jagdfreunde im Frühjahr auf einem Feld mit Büschen, Bäumen und einem kleinen Teich an der Steinhagener Straße aufgestellt. Beide Standorte bieten Ruhe, einen weiten Blick, und ausreichend Nahrung ist auch in Storchen-Sichtweite.

Würde sich ein Storchenpaar – vielleicht sogar eins vom Windflöter Sendemast – bei seiner Rückkehr im nächsten Jahr für einen der beiden Horste entscheiden, wäre es das erste Brutpaar in Bielefeld seit Jahrzehnten.

Selbst bei den Störchen in Olderdissen – dort leben zwei Weibchen und ein Männchen – , hat es schon lange keinen Nachwuchs mehr gegeben.