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BIELEFELD Eine Stadt feiert sich – und ihre Bescheidenheit

Mehr als 600 prominente Gäste feiern 800 Jahre Bielefeld – und haben ihren ganz eigenen Blick auf die Stadt, ihre Geschichte, ihre Zukunft

14.01.2014 | Stand 12.01.2014, 20:32 Uhr
Mehr als 600 Gäste konnte Oberbürgermeister Pit Clausen im Bielefelder Stadttheater zum offiziellen Auftakt der 800-Jahr-Feierlichkeiten begrüßen. Für Clausen sind "800 Jahre kein Alter, aber ein Grund zu feiern". Der Stadt prophezeite er eine gute Zukunft und eine dynamische Entwicklung. Nach Clausens Rede übernahm das Theater die Regie. Im Graben vor der Bühne wartet das Philharmonische Orchester schon auf seinen Einsatz. - © MONTAGE: ANDREAS FRÜCHT / FOTOS: ANDREAS ZOBE UND ANDREAS FRÜCHT
Mehr als 600 Gäste konnte Oberbürgermeister Pit Clausen im Bielefelder Stadttheater zum offiziellen Auftakt der 800-Jahr-Feierlichkeiten begrüßen. Für Clausen sind "800 Jahre kein Alter, aber ein Grund zu feiern". Der Stadt prophezeite er eine gute Zukunft und eine dynamische Entwicklung. Nach Clausens Rede übernahm das Theater die Regie. Im Graben vor der Bühne wartet das Philharmonische Orchester schon auf seinen Einsatz. | © MONTAGE: ANDREAS FRÜCHT / FOTOS: ANDREAS ZOBE UND ANDREAS FRÜCHT

Klaus Heise, Ehren-Vorsitzender der Theater- und Konzertfreunde, wünscht Bielefeld "noch einmal 800 Jahre – mindestens", wie er augenzwinkernd betont. Wo Bielefeld in 100 Jahren stehen wird, das könne er nicht sagen, "das wissen allein die Sterne". Wünsche, denen sich auch Uni-Rektor Gerhard Sagerer anschließt. Mit einem Unterschied: "In 100 Jahren ist Bielefeld das Zentrum in NRW und Niedersachsen." Mit Blick auf den Abend deutet er an, dass die Uni nicht ideal getroffen worden sei: "Ich weiß zwar, was gemeint war, zu verstehen war das aber nicht wirklich, und das ist bei uns anders."

Hans Friedrich Thoben, ehemaliger Vorsitzender des Einzelhandelsverbands, wünscht Bielefeld nur eins, "dass die Stadt so lebenswert bleibt, wie sie ist." Kulturdezernent Udo Witthaus ist sich sicher, dass Bielefeld in 100 Jahren immer noch das Zentrum OWLs sein wird, wünscht sich aber "mehr Selbstbewusstsein" für die Stadt. Größer als Witthaus steigt der aus Bielefeld stammende Kolumnist Hans Zippert ein: "In 200 Jahren ist Bielefeld die bedeutendste Stadt Deutschlands – wenn nicht gar Europas." 800 Jahre Bielefeld sind für den Satiriker ein "epochales Ereignis, dass ich vielleicht erst in 100 Jahren richtig überblicken kann." Christina Rau, die zusammen mit ihrer Schwester Ruth Delius im Theater zu Gast ist, wünscht sich, "dass Bielefeld mit Zuversicht in die Zukunft geht und dafür sorgt, dass alle Bürger eine gute Zukunft haben."

Ihre Schwester, die das Gesundheitsamt leitet, sagte: "Bielefeld sollte gesunde Lebensumstände für alle schaffen." Beide sind sich einig, dass Bielefeld lebenswert ist und hoffentlich auch in Zukunft "so schön übersichtlich bleibt". Solveig Münstermann, Leiterin des WDR-Landesstudios, wünscht der Stadt indessen, "dass sie sich noch stärker Neuem öffnet, Toleranz übt und das Kreative stimuliert." Knapp macht es SPD-Ratsherr Gerhard Kranzmann mit seinen Wünschen für die Stadt – er wünscht ihr einfach "viel Vergnügen" zum 800. Geburtstag. Ähnlich kurz fasst sich an diesem Abend Kulturpreisträgerin Christiane Heuwinkel: "Ich wünsche der Stadt mehr Champagner im Blut", sagt’s und prostet Bielefeld gleich mal mit einem Gläschen zu. Und auch auch Herbert Weber, Chef der OWL-GmbH, liebt es kurz und bündig: "Ich wünsche Bielefeld ein Jahr voller positiver Überraschungen." Volker Hausmann, Oberstadtdirektor a. D., glaubt an eine gute Zukunft für Bielefeld und wünscht sich, "dass jeder die gleichen Chancen hat."

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