Mitglieder der Mordkommission Lölle sichern auf der Straße Löllmannshof die Spuren des blutigen Messerangriffs. - © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo
Mitglieder der Mordkommission Lölle sichern auf der Straße Löllmannshof die Spuren des blutigen Messerangriffs. | © Mike-Dennis Müller / www.mdm.photo

Bielefeld Mordkommission Lölle: Messertäter war bereits bekannt

Für den 27-jährigen Bielefelder, der am Samstag seine Ex-Freundin schwer verletzte, soll ein Annäherungsverbot gegolten haben

Bielefeld-Stieghorst. Drei Tage nach der blutigen Attacke vom Löllmannshof suchen die Ermittler der „Mordkommission Lölle" weiter nach dem Motiv des 27-Jährigen. Wie Polizeisprecherin Sarah Siedschlag betonte, dauerten aktuell noch die Vernehmungen an. Demnach sei es zu früh, um etwas über die Hintergründe der Tat zu sagen. Dabei soll es bereits eine gewalttätige Vorgeschichte geben, wie Nachbarn berichten. Gegen den Tatverdächtigen, der seit Sonntag wegen versuchten Totschlags in U-Haft sitzt, soll das Opfer bereits ein Annäherungsverbot erwirkt haben. Der 27-Jährige hatte seine Ex-Freundin (25) am frühen Samstagmorgen auf offener Straße angegriffen und nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in Tötungsabsicht mit einem Messer auf sie eingestochen. Dabei fügte er ihr mehrere Schnitt- und Stichverletzungen zu. Zeugen berichteten, dass sie Schreie der Frau gehört hatten. Dann sahen sie, wie der Täter mit der jungen Frau auf die Straße stürzte. Kurz darauf flüchtete sich die Frau in eine Garagenauffahrt, wo der Täter erneut auf sie einwirkte. Bis dann endlich beherzte Zeugen eingriffen. „Die haben ihm das Messer aus der Hand geschlagen und dann den Mann von der Frau weggerissen", berichtet ein Zeuge. Nachbarn berichten: Er hat früher schon zugeschlagen Anschließend hielten sie den Betrunkenen bis zur Festnahme unter Kontrolle. Sein Opfer hatte augenscheinlich Verletzungen am Rücken, an den Armen und sogar im Gesicht erlitten. Am Samstagnachmittag gab die Polizei Entwarnung: „Lebensgefahr besteht nicht mehr." Offenbar nicht der erste Übergriff: Sowohl Nachbarn als auch Polizeibeamte sollen berichtet haben, dass der polizeibekannte Mann in der Vergangenheit bereits auf die 25-Jährige eingeprügelt habe.

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