Oliver Spree, Wolfgang Sommer, Anatoli Nickel, Nesrettin Akay, Kurt Neumann, Annette Vormbrock-Reinert, Birgit Jagiello, Andreas Jastrzembowski und Reinhard Schäffer vor dem Kreisel in Hillegossen. - © Danina Esau
Oliver Spree, Wolfgang Sommer, Anatoli Nickel, Nesrettin Akay, Kurt Neumann, Annette Vormbrock-Reinert, Birgit Jagiello, Andreas Jastrzembowski und Reinhard Schäffer vor dem Kreisel in Hillegossen. | © Danina Esau

Bielefeld Mühlenrad verschönert Hillegosser Kreisel

Mit einer Feier weihte der SPD-Ortsverein Hillegossen, Initiator des Projekts, den neu gestalteten Mühlenkreisel ein

Stieghorst. Nach dreijähriger Planungs- und Bauphase ist es nun endlich soweit: Das Wasserrad, das an die Geschichte des Stadtteils erinnern soll, schmückt den Hillegosser Kreisel. Mit insgesamt acht Anlagen verfügte Hillegossen über eine außergewöhnlich hohe Dichte an Wassermühlen. Diese wurden auf nur 1.300 Metern Bachlauf teilweise gleichzeitig angetrieben. Das Wasserrad ist auf einem Betonsockel befestigt, auf dem zwei wellenförmige Linien den Forellen- und den Selhausenbach darstellen. Die heute kaum noch sichtbaren Bäche lieferten vor der Einführung von Dampfmaschinen und Motoren die nötige Energie für die Gewinnung von Getreide, Graupen und Öl. „Das Wasserrad ist mit echtem historischen Hintergrund versehen, über den sich viele Anwohner nicht bewusst sind", sagte Annette Vormbrock-Reinert, die sich für die Erstellung einer Infotafel mit der Mühlengeschichte beschäftigt hatte. Der Entwurf für das Kunstwerk stammt von Kurt Neumann und dem bereits verstorbenen Erhard Lütkehölter. Für die Gestaltung des Kreisels hatten sich beide Hobbykünstler einzeln Gedanken gemacht und sind letztendlich durch die Zusammenlegung beider Entwürfe zu dem jetzigen Ergebnis gekommen. "Das Rad wird nicht schon nach fünf Jahren verkommen aussehen" Besonders wichtig sei ihnen das Material gewesen: „Das Rad ist aus Stahl und wird nicht schon nach fünf Jahren verkommen aussehen", sagte Neumann. Für die Verzierung der Mittelinsel sind in den nächsten Monaten außerdem noch Stauden und Findlinge geplant. Von dem Resultat sind alle Beteiligten begeistert: „Ich freue mich, dass unser Projekt so gut gelungen ist und wir ein Stück Heimat geschaffen haben, mit dem sich die Bürger identifizieren können", sagte Nesrettin Akay, Vorsitzender der SPD-Ortsverein Hillegossen. Finanziert wurde der Sockel von der Stadt Bielefeld, das Wasserrad sponserte das Unternehmen Mitsubishi HiTec Paper, das als ehemalige Papiermühle Halbrock ebenfalls eine Verbindung zur Mühlengeschichte Hillegossens besitzt. Geschäftsführer Andreas Jastrzembowski lobte die Mitarbeit aller, durch die Projekt vorangeschritten ist: „Wenn viele Menschen zusammen arbeiten, kommt so etwas Tolles dabei heraus", sagte er.

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