Schick: Das Landhotel Bielefelder Höhe an der Selhausenstraße wechselt seinen Besitzer. Das Anwesen liegt mitten im Teutoburger Wald. Es verfügt über einen großen Garten und sogar über ein Waldstück. Hoteldirektor ist Sascha Luce. - © Christian Weische
Schick: Das Landhotel Bielefelder Höhe an der Selhausenstraße wechselt seinen Besitzer. Das Anwesen liegt mitten im Teutoburger Wald. Es verfügt über einen großen Garten und sogar über ein Waldstück. Hoteldirektor ist Sascha Luce. | © Christian Weische

Stieghorst Landhotel Bielefelder Höhe wechselt den Besitzer

Catering Sygusch aus Friedrichsdorf ist neuer Inhaber. Welche Pläne er für die Zukunft hat

Ingo Kalischek

Stieghorst. Sie gilt als eine der ältesten Gaststätten Bielefelds, liegt mitten im Teutoburger Wald - und hat einen neuen Besitzer. Die Bielefelder Höhe soll ab dem 1. Oktober offiziell vom Caterer Sygusch aus Friedrichsdorf geführt werden. "Wir haben das Hotel und das knapp 5.000 Quadratmeter große Grundstück gekauft", bestätigt Inhaber Wolfgang Sygusch auf Anfrage der NW. Jetzt müssten nur noch letzte Vertragsdetails geklärt und unterschrieben werden. Der gelernte Fleischermeister führt das Cateringunternehmen Sygusch mit Sitz in Friedrichsdorf. Es beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. "Wir sind im Raum OWL aktiv - von Bielefeld bis nach Herford und Paderborn", sagt Sygusch. Nur angemessene Räume habe das Unternehmen bislang nicht gehabt. Das soll sich durch den Kauf der Bielefelder Höhe, die übrigens eine der schönsten Suiten Bielefelds bietet, ändern. "Damit sind wir gut aufgestellt", freut sich Sygusch. Er will den Hotelbetrieb weiterlaufen lassen. Vielen Bürgern ist die "Bielefelder Höhe" als "Stiller Friede" bekannt. So hieß die Gaststätte an der Selhausenstraße nahe des Hermannweges bis zum Jahr 2010. Ihre Tradition reicht bis ins Jahr 1874 zurück. Das heutige Ambiente bietet sich für Familien- und Firmenfeiern, Hochzeiten und Geburtstage an. Auch Wanderer und Kurzurlauber finden sich dort regelmäßig ein. Ebenso Profis von Arminia Bielefeld. Zum Verein pflege auch der neue Inhaber einen guten Kontakt. Veranstaltungen wie zum Beispiel Hochzeiten soll es in der Bielefelder Höhe auch nach dem Inhaberwechsel geben, kündigt Sygusch an. Er plane außerdem eine abendliche Buffetkarte und eine Umgestaltung des Biergartens. "Vielleicht führen wir auch künftig einen regelmäßigen Sonntagsbrunch ein." Auf der großen Wiese könne sich Sygusch freie Trauungen vorstellen. "Das Tagesgeschäft soll hier erst einmal normal weiterlaufen. Aber irgendwann wollen wir natürlich unsere eigene Handschrift reinbringen", sagt Sygusch und fügt an: "Vielleicht installieren wir eine neue Klimaanlage und bringen neue Farbe an die Wände." Das aber werde sich mit der Zeit ergeben. Zum Grundstück gehöre auch eine Waldfläche, die in etwa bis zum "Eisernen Anton" reiche. An der habe Sygusch aber nicht wirklich großes Interesse. "Wenn die jemand haben will, bin ich für Gespräche bereit." Nach acht Jahren wird die Gaststätte abgegeben Ab dem Jahr 2010 war das Landhotel im Besitz von Ralph Böcker und Torsten Rothstein. Sie betreiben eine Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei in Waldbröl im Oberbergischen Kreis. Nach acht Jahren geben sie die Gaststätte nun wieder ab. Über den genauen Kaufpreis macht Sygusch keine Angaben. Angeboten wurde die "Bielefelder Höhe" im Internet zuletzt für 785.000 Euro. Eng verbunden mit dem Landhotel ist Familie Möller, die den Betrieb über Generationen, bis zum Jahr 1998, leitete. Ein Jahr später übernahm Helmut Burrey das Anwesen, welches er wiederum 2010 an Böcker und Rothstein abgab. Die hatten es aufwendig und für rund 500.000 Euro restauriert, sagten damals, dass sie "etwas ganz Neues schaffen wollten". Das Grundstück umfasst ein Restaurant sowie ein Hotel, einen Naturspielplatz und einen Biergarten. Das 3-Sterne-Hotel verfügt über 16 Zimmer: 6 Einzel- und 9 Doppelzimmer. Ebenso über eine Junior-Suite. Hinzu kommen die zwei Tagungsräume "Hillegossen" und "Brackwede", die sich für Tagungen und Konferenzen eignen sollen. Mit Platz für je 50 Personen. Das Unternehmen Sygusch beliefert unter anderem die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und stellt die Currywurst im VIP-Bereich von Arminia. Langfristig wolle Wolfgang Sygusch den Betrieb an seine Kinder abgeben - in dann dritter Generation.

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