Bedrohungslage: Nach seiner Festnahme führen mehrere Streifenbeamte den polizeibekannten Mann ab. - © Christian Mathiesen
Bedrohungslage: Nach seiner Festnahme führen mehrere Streifenbeamte den polizeibekannten Mann ab. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Bielefelder nach seinen Pistolenschüssen vom Balkon in Psychiatrie eingewiesen

Polizeibekannter Mann hätte vermutlich keine Gaswaffe besitzen dürfen

Jens Reichenbach

Bielefeld-Stieghorst. Der Mann (30), der am späten Montagabend mit einer Schreckschusspistole von seinem Balkon am Lipper Hellweg laute Schüsse abgegeben hat und damit einen Polizeieinsatz ausgelöst hatte, wurde inzwischen in die Psychiatrie eingewiesen. Das bestätigte Polizeisprecher Michael Kötter. Eine Nachbarin und weitere aufgeschreckte Anwohner hatten um 20.47 Uhr die Polizei alarmiert. Der Nachbar gab mit seiner gasbetriebenen Schreckschusspistole sehr laute Schüsse ab. Für die zum Einsatzort am Lipper Hellweg (Höhe Alter Dreisch) geeilten Streifenbeamten war schnell klar: Der polizeibekannte Bielefelder war sehr betrunken. Laut Kötter ist er wegen mehrerer, verschiedener Vorfälle aktenkundig. "An diesem Abend trank er während des Einsatzes immer weiter", berichtete Kötter. Das angerufene SEK musste nicht mehr eingreifen Weil die Gefahr, die von ihm ausging zu diesem Zeitpunkt noch nicht einzuschätzen war, wurde auch das SEK alarmiert. Schließlich nahmen am Ende aber doch die Streifenbeamte den 30-Jährigen Mann fest. Das SEK wurde nicht mehr benötigt, so Kötter. Ihm zufolge habe der psychisch kranke Mann die Gaswaffe vermutlich nicht besitzen dürfen. Die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Verstoß gegen das Waffengesetz und möglicherweise weitere strafrechtlichen Vorwürfe dauern an. Ob auch die sichergestellte Machete einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellt, konnte die Polizei noch nicht sagen.

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