Richtfest und -trunk: Scholle-Vorstand Kai Schwartz, Bezirksbürgermeister Reinhard Schäffer, die Zimmerleute Helmut und Jörg Heermann, Bauleiterin Sylvia Scherler und technischer Leiter Achim Stork stoßen auf den Stadtumbau an der Allensteiner Straße an. - © Foto: Wolfgang Rudolf
Richtfest und -trunk: Scholle-Vorstand Kai Schwartz, Bezirksbürgermeister Reinhard Schäffer, die Zimmerleute Helmut und Jörg Heermann, Bauleiterin Sylvia Scherler und technischer Leiter Achim Stork stoßen auf den Stadtumbau an der Allensteiner Straße an. | © Foto: Wolfgang Rudolf

Stieghorst 250 neue Wohnungen in Stieghorst

Freie Scholle baut Quartier Allensteiner Straße für 22 Millionen Euro um

Joachim Uthmann
29.05.2015 | Stand 28.05.2015, 21:43 Uhr

Stieghorst. Ein Quartier mit 250 neuen Wohnungen entsteht derzeit im Stieghorster Zentrum. Die Freie Scholle lässt an der Allensteiner Straße die alten Miethäuser aus den 60er-Jahren nach und nach abreißen und ersetzt sie durch moderne, barrierefreie Gebäude. Gestern feierte die Baugenossenschaft mit Bewohnern, Mitgliedern und Bezirksvertretern Richtfest für den dritten Bauabschnitt. Insgesamt 22 Millionen Euro hat die Freie Scholle mit den aktuellen Bauten investiert, erklärte der Vorstandsvorsitzende Kai Schwartz. Bis 2020 sollen noch eine Parkpalette an der Goldaper Straße und weitere neue Wohnungen entstehen. Diese sind barrierefrei und haben Fahrstühle. Genau das war eines der zentralen Probleme der Altbauten. "Eine Wohnung im vierten Obergeschoss ohne Aufzug zu vermieten, war nur noch sehr schwer möglich", so Schwartz. Die Baugenossenschaft entschied sich deshalb 2008, die Häuser an der Allensteiner Straße nicht zu renovieren, sondern gleich neu zu bauen. Sprecher Michael Seibt: "Eine umfassende Modernisierung wäre nicht wirtschaftlich darstellbar gewesen." Bisher gab es auch nur zwei Wohnungsgrößen. Jetzt setzt die Scholle auf "einen gesunden Mix". Dazu gehören Einzimmerappartements mit 40 Quadratmetern ebenso wie Vierzimmerwohnungen mit bis zu 107 Quadratmetern. "Damit schaffen wir für unsere Mitglieder ein Wohnangebot für jede Lebensphase", betont Schwartz. Im dritten Bauabschnitt entstehen fünf Häuser mit 62 Wohnungen, von denen die ersten, 2 und 4, Ende des Jahres fertig sein sollen, die restlichen der Häuser 3, 5 und 7 bis Sommer 2016. Insgesamt sind dann schon 145 Wohnungen in der Siedlung neu gebaut. Großer Vorteil des Quartiers ist die zentrale Lage mit dem Supermarkt gegenüber, Stadtbahn-Haltestelle und Park vor der Tür. Alle Wohnungen sind frei finanziert. Die Nutzungsgebühren liegen zwischen 6,30 und 8 Euro pro Quadratmeter. Bezirksbürgermeister Reinhard Schäffer (SPD) nannte beim Richtfest das Projekt "vorbildlich": "Die Preise sind für alle erschwinglich, woanders müsste man sie lange suchen." Die Freie Scholle wirke so auch "korrektiv" auf dem Bielefelder Wohnungsmarkt. Die Scholle mit ihren 7.878 Mitgliedern und einem Bestand von 5.030 - beides mit steigender Tendenz - setze weiter auf Nachhaltigkeit, Sicherheit und Solidität, heißt es im gerade erschienenen Jahresbericht. Insgesamt investiert sie dies Jahr rund 19,95 Millionen Euro in Modernisierungen und Neubauten.

realisiert durch evolver group