Hillegossen Aus dem Zug in den Bus

Peter Timpe plant Fernbusbahnhof in Hillegossen / Erste Entwürfe gibt es bereits

VON ARIANE MÖNIKES
Peter Timpe (rechts) will den Bahnhof in Hillegossen reaktivieren - und plant einen Fernbusbahnhof. Architekt Daniel Sieker hält die ersten Entwürfe in den Händen. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Peter Timpe (rechts) will den Bahnhof in Hillegossen reaktivieren - und plant einen Fernbusbahnhof. Architekt Daniel Sieker hält die ersten Entwürfe in den Händen. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Hillegossen. Von Hillegossen nach Berlin und Paris: Seit Jahren schon setzt sich Möbelrestaurator Peter Timpe dafür ein, dass der stillgelegte Bahnhof in Hillegossen wieder ans Schienennetz angebunden wird. Jetzt plant er mit Architekt Daniel Sieker einen Fernbusbahnhof auf dem Gelände. Der Platz wäre da – erste Entwürfe gibt es auch schon.

"Die Lage ist ideal", sagt Timpe, der seit 1993 in dem stillgelegten Bahnhofs-Gebäude mit Möbeln handelt. Vor knapp drei Jahren kaufte er das Fachwerkgebäude, auch das knapp 15.000 Quadratmeter große Gelände von der Ostring-Brücke bis zur Oberen Hillegosser Straße entlang der Bahnlinie gehört ihm mittlerweile. Irgendwann kam die Idee mit dem Busbahnhof. "Ich möchte einfach, dass das Gelände sinnvoll genutzt wird", so Timpe.

Zwischen Bahnhof und Brücke könnten bis zu zehn Bus-Stellplätze entstehen, sagt Sieker. In seinen Plänen hat er auch schon eine Dachkonstruktion vorgesehen, die viel Licht durchlässt. "Die Fahrgäste sollen nicht das Gefühl haben, sie würden unter einer Autobahnbrücke stehen", so Sieker. Hinzu kommen Sanitäranlagen und ein Fahrkartenschalter.

Der Ort direkt an der A 2 sei ideal, sagt Timpe. "Die Busse sind in zwei Minuten auf der Autobahn." Anders als beim Internationalen Busbahnhof in Brackwede müssten sie von Hillegossen aus nicht quer durch die Stadt fahren, wenn sie zur Autobahn wollen. "Die Nutzer freuen sich über jede Minute, die sie früher am Ziel sind", sagt Timpe.

Erste Gespräche mit der Politik habe es bereits gegeben. Einen Investor gibt es noch nicht, Timpe ist aber optimistisch. "Die Voraussetzungen sind da." Das Fernbus-Geschäft boome zurzeit, meint er.

An seinem Plan, den alten Bahnhof zu reaktivieren, hält Timpe weiter fest. "Wenn der Fernbusbahnhof kommt, würden sich Bus- und Schienenverkehr gegenseitig befruchten."

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, an dem am 25. September 1988 der letzte Zug hielt, seien mittlerweile Wohngebiete entstanden, zudem seien einige Firmen nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt.

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