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Eduard Richert, Gert Böger und Frank Wecke (Mitglieder der Gemeindeleitung) präsentieren die fertigen Baupläne für den neuen Kirchensaal. - © FOTO: JANINE GÜTLINGER
Eduard Richert, Gert Böger und Frank Wecke (Mitglieder der Gemeindeleitung) präsentieren die fertigen Baupläne für den neuen Kirchensaal. | © FOTO: JANINE GÜTLINGER

Sennestadt Größer, heller und moderner

Die Gemeinde der Johanneskirche bekommt einen neuen Kirchensaal

VON JANINE GÜTTLINGER
16.06.2013 | Stand 14.06.2013, 20:05 Uhr

Sennestadt. Bald ist es soweit, dann steht kein Stein mehr auf dem anderen im Kirchensaal der Johanneskirche der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bielefeld-Sennestadt. Seit einem Jahr schon sitzen die Gemeindemitglieder an den Bauplänen, regeln die Finanzierung und kämpfen sich durch allerlei Formalitäten, um den Neubau des Saals auf den Weg zu bringen. Nun soll das Vorhaben endlich in die Tat umgesetzt werden.

Im Jahr 1964 begann man mit dem Bau der Johanneskirche. Zwei Jahre später fand die Einweihung statt. 1985 wurde ein Erweiterungsbau errichtet. Seitdem hat sich an dem Gebäude am Ilmenauweg nicht viel getan.

Doch nun soll der mittlerweile rund 47 Jahre alte Kirchensaal abgerissen werden und einem neuen weichen. Stolze 1,1 Millionen Euro werden laut Planung in die Baumaßnahmen fließen.

Dieses Geld musste die Kirchengemeinde selbst aufbringen. "Wir ziehen an einem Strick", betont Pastor Frank Wecke. Das Projekt habe in einer Abstimmung beschlossen werden müssen, bei der sich die Gemeindemitglieder klar für den Neubau entschieden. Nun seien sie auch bereit, ihren Teil für das Unternehmen zu leisten. Über Spenden und freiwillige Erhöhung der Beiträge taten die Gemeindezugehörigen ihr Bestes. Die Kirchenleitung griff auf Ersparnisse zurück und nahm einen Kredit auf, um die Finanzierung des Neubaus unter Dach und Fach zu bringen.

"Wir wollen das Projekt in die heutige Zeit holen", erklärt Gert Böger, Architekt mit über 40 Jahren Berufserfahrung und Verantwortlicher für die Pläne des neuen Saals der Johanneskirche. Der Bau, wie die Gemeinde ihn heute kennt, sei schlecht isoliert und dadurch mit hohen Heizkosten verbunden.

Außerdem fehle es an Helligkeit und Raum, erzählt Böger. Dies soll sich nun ändern. Der geplante neue Kirchensaal messe mit 240 Quadratmetern ganze 60 Quadratmeter mehr als der alte. Durch eine Unterkellerung gewinne man außerdem weitere 210 Quadratmeter, die für einen multifunktionalen Raum, die Unterbringung einer Küche und einer Terrasse genutzt werden sollen. Mithilfe einer großen durchsichtigen Fensterfront und hellen Farben will man Licht in den Saal bringen.

Information

Ausführliche Informationen

Die Leitung der Johanneskirche lädt am Sonntag, 16. Juni, um 11.30 Uhr, in das Gemeindezentrum, Ilmenauweg 1 bis 3, ein. Dort wird bei einer Tasse Kaffee ausführlich über das Bauvorhaben informiert. (jag)

Auch bei der Gestaltung des Neubaus haben sich die Gemeindemitglieder aktiv eingebracht. Am 23. Juni erfolgt der offizielle Auszug aus der Johanneskirche. Zwei Wochen später soll der Abriss des alten Kirchensaals beginnen.

Der Bauschein für die Maßnahme steht zwar noch aus, wird jedoch täglich erwartet. Für den Neubau fehlt nur noch die Genehmigung der Feuerwehr. "Wir hoffen, dass die Arbeiten in einem Jahr komplett abgeschlossen sind", sagt Gert Böger.

Während dieser Zeit richtet sich die Gemeinde im Sennestadthaus ein. "Die Kommune steht hinter uns", freut sich Frank Wecke. Die Politiker hätten parteiübergreifend das Projekt unterstützt.

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