Gleich vier Unfälle ereigneten sich gleichzeitig auf der A2 in Richtung Hannover. - © Andreas Eickhoff
Gleich vier Unfälle ereigneten sich gleichzeitig auf der A2 in Richtung Hannover. | © Andreas Eickhoff

Bielefeld/Gütersloh Sieben Verletzte: Vier Unfälle auf der A 2 zwischen Gütersloh und Bielefeld

Stau von bis zu 10 Kilometern Länge

Jens Reichenbach
Andreas Eickhoff

Bielefeld/Gütersloh. Die Polizei meldete gegen 16.15 Uhr gleich vier Unfälle auf der Autobahn 2 in Richtung Hannover. Sieben Beteiligte wurden dabei zum Teil schwer verletzt - darunter auch ein Kleinkind. Drei der Unfälle haben sich zwischen der Anschlussstelle Gütersloh und dem Kreuz Bielefeld (Fahrtrichtung Hannover) ereignet. Weil Rettungshubschrauber Christoph 13 auf der Autobahn gelandet ist, musste die Strecke vorübergehend für rund eine Stunde voll gesperrt werden. Als Auslöser einer Kettenreaktion ereignete sich der erste der vier Unfälle auf Höhe der Lämershagener Brücke am Bielefelder Berg. Zwar registrierte die Polizei hier keine Verletzten. Doch sorgten die liegen gebliebenen Autos dort vermutlich den Rückstau, in dem wenig später der Rettungsdienst alle Hände voll zu tun hatte. Beinbruch, Armbruch, Kleinkind und Schwangere kommen ins Krankenhaus  Denn in dem Abschnitt zwischen Verl-Sürenheide und dem Bielefelder Rastplatz Obergassel ereigneten sich wenig später gleich drei weitere Auffahrunfälle. Zunächst fuhr ein Fahrzeug aus Langenhagen auf einen VW Passat aus Kiel auf. Dabei brach sich der Daewoo-Fahrer ein Bein, seine schwangere Beifahrerin (vierter Monat) musste nach notärztlicher Behandlung an der Unfallstelle ebenso ins Krankenhaus eingeliefert werden wie die drei Mitfahrer (darunter ein Oberarmbruch) auf der Rückbank - darunter auch ein Kleinkind. Im dadurch entstandenen Rückstau kam es dann zu zwei weiteren Auffahrunfällen. In einem Fall prallte das Fahrzeug zweier Gütersloherinnen (23, 21) auf dem linken Fahrstreifen in einen Audi A6 aus Wiesbaden. Hier registrierte die Polizei zwei Leichtverletzte. Bei einem weiteren Auffahrunfall waren die Folgen weniger gravierend. Großer Pechtag auf der Autobahn - zahlreiche schwere Unfälle Die Vollsperrung der Autobahn führte zum Feierabend- und Wochenendverkehr für reichlich Staus von bis zu 10 Kilometern - auch die Ausweichstrecken zwischen Rheda-Wiedenbrück bis ins Bielefelder Stadtgebiet waren betroffen. Ein Großteil der Autobahnnutzer wechselte von der A2 bei Rheda-Wiedenbrück auf die B61, die in kürzester Zeit auch völlig überlastet war. Die Folge: Vollstau auf allen Strecken. Nachdem eine Stunde später Vollsperrung aufgehoben werden konnte und nach zwei Stunden wieder alle drei Spuren frei waren, reduzierte sich der Megastau zusehends. Trotzdem dauerte es noch lange, bis sich die Behinderungen und Rückstaus aufgelöst hatten. Nach ersten Schätzungen der Polizei entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 42 000 Euro. Vier Fahrzeuge erlitten Totalschaden und mussten abgeschleppt werden. Doch der folgenreiche Vierfach-Unfall am späten Nachmittag war nicht der einzige schwere Autobahn-Unfall am Freitag. So hatte es vorher bereits mehrere, zum Teil schwere Zusammenstöße gegeben. So wurden eine Bielefelderin und ihr Beifahrer auf der A 33 bei Etteln schwer verletzt. Am Morgen kippte ein Lastwagen auf der A33 bei Wünnenberg um. In beiden Fällen musste die Autobahn 33 voll gesperrt werden.

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