Das Tierheim in Bielefeld nimmt keine Problemhunde mehr auf. - © Symbolfoto Pixabay
Das Tierheim in Bielefeld nimmt keine Problemhunde mehr auf. | © Symbolfoto Pixabay

Bielefeld Stopp: Tierheim Bielefeld nimmt keine Problemhunde mehr auf

Damit sich die Mitarbeiter angemessen um die schwierigen Hunde kümmern können, hat das Tierheim einen Aufnahmestopp verhängt

Alexandra Buck

Bielefeld. Schweren Herzens hat sich der Tierschutzverein dazu entschlossen, in seinem Tierheim einen Aufnahmestopp für Problemhunde zu verhängen. "Wir helfen immer gern und unser Herz schlägt besonders für die schweren Jungs und Mädels. Doch leider müssen wir einen Aufnahmestopp für schwierige Hunde aussprechen", heißt es beim Tierheim. "Müssen schauen, was wir stemmen können" Platz für weitere schwierige Tiere wäre zwar ausreichend vorhanden, "doch wir müssen schauen, was wir personell noch stemmen können". Schließlich sollen die problematischen Hunde nicht einfach nur untergebracht werden. Die Mitarbeiter des Tierheims haben den Anspruch, den Tieren etwa durch Training zu helfen. "Nun muss erst einer unserer besonderen Bewohner seinen Koffer packen, bevor der nächste bei uns einziehen kann." Wer ein Körbchen frei hat, kann sich beim Tierheim melden: Tel. (0 52 05) 9 84 30. Wie berichtet landen in den vergangenen Jahren immer mehr Problemhunde in den Tierheimen. Rund 70 Prozent der abgegebenen Vierbeiner bringen mittlerweile massive Probleme mit sich. Allein seit Ende April sind über 25 Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten in die Einrichtung an der Kampstraße eingezogen. Weg von der Einzelhaltung Immer öfter würden Hunde vollkommen unüberlegt angeschafft, berichtet Tierheim-Leiterin Anna Venzke. Viele Menschen kaufen Hunde, obwohl sie eigentlich keine Zeit haben, sich um die Tiere zu kümmern. Andere sind den speziellen Anforderungen einiger Rassen nicht gewachsen, wieder andere haben schlicht keine Lust, einen Hund zu erziehen. Das Tierheim stellt sich auf die neuen Bedingungen mit neuen Konzepten ein. Es soll weggehen von der Einzelhaltung hin zur Hunde-Gruppenhaltung. Zweimal in der Woche kommt schon ein Hundetrainer, der sich auf schwierige Hunde spezialisiert hat. Und für Tierpfleger und auch die Gassigeher gibt es inzwischen Weiterbildungen.

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