Bielefelder Ehepaar streitet mit dem Tierheim um zwei Katzen. - © Symbolfoto Pixabay
Bielefelder Ehepaar streitet mit dem Tierheim um zwei Katzen. | © Symbolfoto Pixabay

Bielefeld Tierheim fordert von Bielefelder Ehepaar zwei Katzen zurück

Notfalls will das Tierheim den Rechtsweg bestreiten

Alexandra Buck
16.03.2018 | Stand 16.03.2018, 15:18 Uhr

Bielefeld. Im Januar haben Mihaela Neculau und ihr Mann Ulrich Kramer zwei Katzen aus dem Bielefelder Tierheim geholt. Vereinbart war, dass die Tiere ausschließlich in der Wohnung leben sollten. Doch schnell bemerkte das Ehepaar die sehnsüchtigen Blicke der Stubentiger nach draußen. So beschlossen die beiden, die Tiere nach einer Eingewöhnungszeit selbst entscheiden zu lassen - und gaben die Katzenklappe frei. "Unsere Katzen durften immer nach draußen und wir wollen es weiterhin so halten. Alles andere ist doch Quälerei", sagt Ulrich Kramer. Die Tiere seien ja "nicht blöd", so Kramer weiter. "Die können wunderbar auf sich aufpassen." Kramer und Neculau wohnen an der Jüngststraße. "Vertragsbruch" Genau das erklärten die Katzenhalter der ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Tierheims, die vor einigen Wochen bei den beiden nach dem Rechten schaute. Es ist gängige  Praxis im Tierheim, dass Tiere nach der Vermittlung mehrfach im neuen Zuhause besucht werden. Seit Dienstag dieser Woche nutzen die beiden Tiger die Klappe. Katze Kiki kommt meist schnell wieder herein, Kater Fridolin unternimmt schon mal ausschweifende Spaziergänge. Bei Helmut Tiekötter, Vorsitzender des Tierschutzvereins Bielefeld, sträuben sich die Haare bei der Vorstellung. "In dieser Wohnlage dürfen die Katzen keinesfalls nach draußen", sagt er. Vor allem nicht Kiki und Fridolin, die "noch nicht einmal ein Jahr alt sind und überhaupt keine Erfahrung haben." "Geben die Katzen nicht wieder ab" Schriftlich hat er die Halter nun aufgefordert, die Katzen "umgehend" zurückzugeben, "da Sie gegen Ihre vertraglichen Pflichten verstoßen." Der Tierschutzverein habe die Klauseln in den Schutzverträgen eigens rechtlich prüfen lassen, "damit wir da auf der sicheren Seite sind". Doch das Ehepaar Kramer/Neculau will die Katzen weder ausschließlich in der Wohnung halten, noch sie dem Tierheim zurückgeben. Tiekötter hat eine Frist bis zum 22. März gesetzt. "Wenn die Katzen bis zu diesem Tag nicht wieder hier im Tierheim sind, geben wir die Angelegenheit an unsere Rechtsanwältin und bestreiten den Rechtsweg."

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