Geschäftsführerin Ina Nottebohm (links) und Fachbereichsleiterin Nadja Bilstein zielen mit dem Projekt auf die Erstellung eines digitalen Stadtplans mit Kommentarfunktion. - © Muriel Pluschke
Geschäftsführerin Ina Nottebohm (links) und Fachbereichsleiterin Nadja Bilstein zielen mit dem Projekt auf die Erstellung eines digitalen Stadtplans mit Kommentarfunktion. | © Muriel Pluschke

Bielefeld Seminare im Haus Neuland: Was der Begriff "Heimat" Jugendlichen bedeutet

"Digitaler Stadtplan" soll in Sennestadt erstellt werden

Muriel Pluschke
30.05.2017 | Stand 31.05.2017, 16:52 Uhr

Sennestadt. Was verstehen Jugendliche heute unter„Heimat"? Wie hat sich der Begriff entwickelt? Und welche Orte in Bielefeld werden als „Heimat" wahrgenommen? Bei „Meine, deine, unsere Stadt – eine Topographie des Heimatbegriffs von Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrungen am Beispiel Bielefeld" können die jungen Leute in Haus Neuland in insgesamt drei Seminaren ihren eigenen digitalen Stadtplan erstellen. Der wird am Ende im Internet veröffentlicht. Finanziert wird das Projekt, das für die Teilnehmer kostenlos ist und nach den Sommerferien startet, mit Mitteln aus dem Innovationsfonds im Kinder- und Jugendplan des Bundes. „Das ist eine große Auszeichnung für uns", sagt Geschäftsführerin Ina Nottebohm. Das Haus Neuland habe als einziger von 120 Bewerbern in Nordrhein-Westfalen den Zuschlag im Handlungsfeld „Politische Bildung" erhalten, erläutert Geschäftsführerin Ina Nottebohm. Identitäts- und gemeinschaftsstiftende Orte in Bielefeld sollen in dem Projekt in multimedialen Formaten vorgestellt werden. „Es wird vier Projektgruppen geben, die peu à peu den digitalen Stadtplan bestücken", erklärt Projektleiterin Nadja Bilstein. Dabei würden zunächst jeweils in einer dreitägigen Auftaktveranstaltung Begriffe wie "Identität", "Heimat" oder "Migration" erarbeitet. Die festgelegten Orte würden dann in Vor-Ort-Workshops gemeinsam besucht. Als letzter Schritt folge, wiederum im Haus Neuland, ein dreitägiges Seminar, bei dem Filme, Podcasts oder Musikclips für den digitalen Stadtplan erstellt würden, erläutert Bilstein. Für das Projekt, das bis September 2019 läuft, können sich Klassen oder Kurse bewerben, vorrangig mit Geflüchteten, aus weiterführenden Schulen oder Jugendzentren mit bis zu 30 Jugendlichen. Formlose Bewerbungen ab sofort unter Tel. (0 52 05) 91 26 24 oder per E-Mail unter n.bilstein@haus-neuland.de.

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