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Nicht mehr zeitgemäß: Die Fraktion der Linken will, dass die Stadt den Flugbetrieb in Windelsbleiche auslaufen lässt. - © Christian Weische
Nicht mehr zeitgemäß: Die Fraktion der Linken will, dass die Stadt den Flugbetrieb in Windelsbleiche auslaufen lässt. | © Christian Weische

Bielefeld Klimakrise: Bielefeld soll seinen Flugplatz aufgeben und bebauen

Ratsfraktion will nicht nur über Klimaschutz reden, sondern handeln. Schädlicher Flugverkehr passe nicht mehr in die Zeit. Auch der Gewässerschutz in Bielefeld sei wichtiger als Geschäftsflugzeuge

Susanne Lahr
29.08.2019 | Stand 29.08.2019, 09:23 Uhr

Bielefeld-Senne. Fliegen gehört zu den klimaschädlichsten Fortbewegungsarten. Die Maschinen stoßen Kohlendioxid aus, Areosole und Wasserdampf vergrößern den Treibhauseffekt. Auch die Stadt Bielefeld hat im Juli offiziell anerkannt, dass die Eindämmung der Klimakrise eine Aufgabe mit höchster Priorität ist. Die Ratsfraktion der Linken will jetzt erste Pflöcke einschlagen – am Flugplatz Bielefeld in Windelsbleiche. Firmenjets nach Hannover Der innerdeutsche Flugverkehr muss auf den Prüfstand, sind sich die Linken mit den Grünen einig. Und daher fordert die Bernd Vollmer, sachkundiger Bürger der Linken im Stadtentwicklungsausschuss, dass der Flugbetrieb in Bielefeld auslaufen soll. Stattdessen könnte die Stadt die freiwerdenden Flächen für Wohnungsbau nutzen, ein Gebiet, dass mit Weiterbau der Linie 1 sogar nahen Stadtbahnanschluss hätte. Vollmer schlägt vor, dass Geschäftsleute ihre Privatjet in Hannover parken und mit der Bahn dorthin fahren – wenn sie denn schon fliegen müssten. Trinkwasserschutz vorrangig Eine Aufgabe des Flugplatzes habe neben Anwohnerschutz auch noch eine andere positive Nebenwirkung, so Vollmer. Auf dem Gelände befänden sich Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke, die angesichts des Flugbetriebes nur eingeschränkt genutzt werden könnten. Ein notwendiges Wasserschutzgebiet sei wegen des Nutzungskonfliktes bisher nicht ausgewiesen worden. Das passe angesichts des Klimawandels nicht mehr in die Zeit. „Auch Bielefeld muss mit seinen Trinkwasservorräten sorgsam umgehen", argumentiert Bernd Vollmer.

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