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Für den Autokran stellt das schwerste Einzelteil mit seinen 18,8 Tonnen kein Problem dar. - © FOTO: FIRMA SCHLÜßLER
Für den Autokran stellt das schwerste Einzelteil mit seinen 18,8 Tonnen kein Problem dar. | © FOTO: FIRMA SCHLÜßLER

Schildesche Umflut an der Stiftsmühle nimmt Form an

51,8 Tonnen schwerer Durchlass aus Beton in den Boden gelassen / Arbeiten sollen im Sommer beendet sein / Kosten: 350.000 Euro

VON SIMON BLOMEIER
31.01.2013 | Stand 30.01.2013, 21:57 Uhr

Schildesche. Die Umflut für die Fische an der Stiftsmühle nimmt Form an. Mitarbeiter der Firma Schlüßler aus Schloß-Holte haben jetzt einen 51,8 Tonnen schweren Durchlass aus Beton in den Boden gelassen. Zwei Deckenteile werden in den nächsten Tagen aufgelegt.

Der Frost der vergangenen Tage hat dem Erd- und Landschaftsbaubetrieb in die Karten gespielt. "Wir haben die Frosttage ausgenutzt, um das Durchlass-Bauwerk mit zwei Kettenbaggern an die Einbaustelle zu fahren", erklärt Tobias Schlüßler. Über die gefrorene Baustraße konnte auch der Autokran die Baustelle erreichen.

Der Kran wiegt selbst 110 Tonnen und hat eine Tragkraft von 220 Tonnen. Der Durchlass aus Stahlbeton wiegt 51,8 Tonnen. Das schwerste Einzelteil hat ein Gewicht von 18,8 Tonnen. Über den Durchlass wird später ein Fußweg angelegt.

Die Umflut soll um das Wehr führen, so dass die Fische es umschwimmen können. Hintergrund ist eine EU-Richtlinie zur Schaffung der Durchgängigkeit von Fließgewässern. Moor- und Johannisbach sollen den Tieren komplett als Lebensraum zur Verfügung stehen, erklärt Klaus Erdbrügger vom Umweltamt. Bei Hochwasser ist für die Fische in Zukunft nicht mehr Endstation am Wehr, sondern sie können die Barriere umgehen. In den Gewässern schwimmen vor allem Groppen und Forellen, aber auch Stichlinge, Barsche, Hechte, Zander und Rotfedern. "Hin und wieder ist auch mal ein Karpfen im Bachlauf", berichtet Erdbrügger.

Eine Anwohner-Initiative hatte das Projekt zunächst kritisiert. Mittlerweile haben sich die Wogen geglättet. Nach Abschluss sollen die Anwohner zu einem Ortstermin eingeladen werden, bei dem über die Bepflanzung gesprochen werden soll. Mitte des Jahres sollen die Arbeiten beendet sein. Die Kosten steigen von 300.000 auf bis zu 350.000 Euro, da unvorhergesehene Zuleitungen der alten Mühle gefunden wurden und entsorgt werden mussten.

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