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An zwei Standorten: Die Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche wird abgerissen. Ein Neubau kommt an die Ecke Apfelstraße/Westerfeldstraße sowie auf das gegenwärtig Schulgelände. - © Detlef Wittig
An zwei Standorten: Die Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche wird abgerissen. Ein Neubau kommt an die Ecke Apfelstraße/Westerfeldstraße sowie auf das gegenwärtig Schulgelände. | © Detlef Wittig

Bielefeld Neubau der Gesamtschule Schildesche in Bielefeld nimmt Fahrt auf

Schulleben: Die Stadt will an zwei Standorten bauen. Der Architektenwettbewerb ist abgeschlossen, Dienstag gibt's Ergebnisse, wie die Schule aussehen soll

Ariane Mönikes
03.09.2019 | Stand 03.09.2019, 11:27 Uhr

Bielefeld-Schildesche. Wie und wo geht's weiter mit der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche? Über diese Frage ist in den vergangenen Jahren viel diskutiert worden. Seit November 2018 ist klar: Die Stadt wird zwei Schulgebäude bauen. Auf dem Grundstück Apfelstraße/Ecke Westerfeldstraße, wo heute der Sportplatz und ein Park-and-Ride-Parkplatz sind, soll ein Gebäude für die Jahrgänge 7 bis 10 und die Oberstufe entstehen; und auch die neue Schul- und Stadtteilbibliothek wird hier Platz finden. Auf dem jetzigen Schulgelände entsteht das neue Haus für die Jahrgänge 5 und 6 sowie eine neue Mensa. Der Architektenwettbewerb für den Neubau ist abgeschlossen, die Büros haben ihre Entwürfe für den Neubau eingereicht. Eine Jury will an diesem Freitag entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Die Ergebnisse werden dann am kommenden Dienstag vorgestellt. Baubeginn frühestens 2021 "Ich bin froh, dass es jetzt bald los gehen wird", sagt Schulleiter Lutz van Spankeren. Mit Beginn der mehrjährigen Bauphase ist allerdings erst frühestens 2021 zu rechnen. "Wann der Bagger rollt, ist sicher eine Frage des Vorlaufs", erklärt van Spankeren. Wenn der Entwurf steht, könne man dann auch seriös sagen, was der Neubau kostet. Die beiden Schulgebäude liegen allerdings ein paar Meter auseinander und werden von der Straße An der Reegt getrennt. Das hatte für viele Diskussionen in Schildesche gesorgt, weil die Schüler eine Straße überqueren müssen. Schüler ab Klasse 7 ziehen zuerst um Zunächst soll auf dem Grundstück Apfelstraße/Westerfeldstraße mit dem Schulbau begonnen werden. Wenn das Gebäude steht und die Jahrgänge 7 bis 10 sowie die Oberstufe umgezogen sind, wird das aktuelle Schulgebäude in Teilen abgerissen, so dass ein Gelände, angrenzend an die Straße An der Reegt, für ein Schulgebäude für die Klassen 5 und 6 sowie die Mensa frei wird, erklärt van Spankeren. In der Phase des Teilabrisses sollen die verbleibenden zwölf Klassen der Jahrgänge 5 und 6 weitgehend ungestört im bestehenden Schulgebäude unterrichtet werden. Bei dieser Lösung müssen die Schüler auch nicht in Containern unterrichtet werden. Auch sollen einzelne Klassen während der Bauphase nicht zwischen den Schulgebäuden hin- und her wechseln müssen. Die Schule wird künftig allerdings deutlich kleiner sein: In diesem Schuljahr ist sie bereits sechs- und nicht mehr achtzügig. Das sollte in der pädagogischen Schulbauplanung berücksichtigt werden. Standort-Frage lange unklar Die Standort-Frage war lange Zeit unklar, bis sich die Politiker schließlich Anfang November 2018 geeinigt hatten. Zuvor hatte es eine Sondersitzung gegeben, an der Mitglieder der Bezirksvertretung Schildesche, des Stadtentwicklungsausschusses und des Betriebsausschusses Immobilienservicebetrieb teilgenommen hatten. Ein SPD-Antrag, auf dem Gelände des Alt-Standortes zu bauen, wurde abgelehnt. Das Büro Drees und Sommer hat die Machbarkeitsstudie entwickelt.

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