Geplanter Spielpark: So stellen sich die Eltern der Marienschule eine Krafttraining-Station für ihre Kinder vor. - © Privat
Geplanter Spielpark: So stellen sich die Eltern der Marienschule eine Krafttraining-Station für ihre Kinder vor. | © Privat

Schildesche Eltern sammeln für Fitnessanlage an Marienschule

Turnen und Krafttraining: Schüler sollen wieder die Möglichkeit haben, den Aufschwung oder Klimmzüge zu üben

Schildesche. Was junge Menschen auf den Plätzen New Yorks oder Moskaus seit Jahren begeistert, wollen jetzt Eltern der Schildescher Marienschule für ihre Kinder: Der Förderverein sammelt Spenden für eine Kallistenie-Anlage, an der Jungen und Mädchen Krafttraining an der frischen Luft betreiben können. An deutschen Schulen sind Turnstangen, an denen die größeren Schüler Aufschwung, Umschwung und Unterschwung übten und die Kleinen sich in Klimmzügen versuchten, längst verschwunden. Den Verlust dieser Pausenbeschäftigung beklagen seit Jahren nicht nur die Sportlehrer. An der Marienschule hat sich die Fachschaft Sport jetzt mit dem Förderverein zusammengesetzt. Und dieser will eine TÜV-geprüfte Burg aus Barren, Hangelstrecken und Klimmzugstangen errichten, einen Bewegungsparcours, der Eigengewichts- und Spannungsübungen eine neue Bühne verschafft. "Wenn wir unseren Kindern wieder Lust auf Bewegung machen wollen, müssen wir etwas Hippes an den Start bringen", sagt Michael Kapke, Vorsitzender des Fördervereins Freunde der Marienschule. "Calisthenics" oder "Street Workout" heißt die Modesportart, die mit Elementen aus Hip-Hop, Breakdance und Freerunning aus den Großstädten der Welt nach OWL schwappt. An solchen Bewegungsparcours treffen sich an den Abenden und an den Wochenenden Hunderte junger Menschen - aus Spaß an der Verbindung von Turnen und Kraftsport. "Und sicherlich auch um zu zeigen, was Sixpack und Bizeps hergeben", so Kapke. 2011 wurde die erste Weltmeisterschaft für Street Workout in Riga veranstaltet. Die Anlage, die auch für den Schulsport genutzt werden soll, kostet inklusive Montage auf dem Gelände an der Sieboldstraße knapp 30.000 Euro. Für die Erd- und Nebenarbeiten setzt der Förderverein noch einmal rund 20.000 Euro an. Mehrere Tausend Euro sind schon beisammen, derzeit werden Sponsoren angesprochen, auch Eltern und Ehemalige sind jetzt gefragt, sich an der Renaissance von Barrenstütz, Hangwaage und Wadenheben zu beteiligen.

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