Schulleiterin Ruth Leutheusser-de Vries vom Gymnasium am Waldhof und die Bielefelder Amnesty-International-Mitglieder Gerhard Heinl, Christina Schwöppe und Felix Overkämping (v. l.) haben die neue Beschilderung am neuen Park der Menschenrechte enthüllt. Auf dem Spruchband ist das Symbol der Organisation zu erkennen: die Kerze hinter Stacheldraht. - © FOTO: ANDREAS ZOBE
Schulleiterin Ruth Leutheusser-de Vries vom Gymnasium am Waldhof und die Bielefelder Amnesty-International-Mitglieder Gerhard Heinl, Christina Schwöppe und Felix Overkämping (v. l.) haben die neue Beschilderung am neuen Park der Menschenrechte enthüllt. Auf dem Spruchband ist das Symbol der Organisation zu erkennen: die Kerze hinter Stacheldraht. | © FOTO: ANDREAS ZOBE

Bielefeld Neuer Name für die Lutterauen

Amnesty International und Waldhofgymnasium eröffnen Park der Menschenrechte

VON JAN RÖßMANN

Bielefeld. Nachts schlendern Diskogänger auf dem Weg ins Stadtpalais durch den Park an der Lutter. Tagsüber nutzen die Jugendlichen des Waldhofgymnasiums den bisher namenlosen Grünstreifen als Schulhof. Mitten im Leben liegt die Anlage, die die Schulleitung und Amnesty International am gestrigen Menschenrechtstag als "Park der Menschenrechte" getauft haben. So wie er ist, soll der Park nach Wunsch der Namensgeber aber nicht bleiben.

Gestern vor einundsechzig Jahren, am 10. Dezember 1948, erklärten Vertreter der Vereinten Nationen in Paris die 30 Artikel der Menschenrechte. Die Bielefelder Amnesty-Gruppe hat seit dem vergangenen Jubiläumsjahr überlegt, wie sie in der Stadt am Teutoburger Wald an die historische Erklärung erinnern kann. "Wir wollten die Idee der Menschenrechte für alle sichtbar machen", sagt Amnesty-Sprecher Gerhard Heinl.

Dann stieß die Ortsgruppe der Nichtregierungsorganisation auf die Lutterauen. "Der Park hatte keinen offiziellen Namen", sagt Direktorin Ruth Leutheusser-de Vries, deren Schüler den Grünstreifen vor ihrem Gymnasium täglich als Pausenhof nutzen.

Der Stadtrat gab im August 2009 grünes Licht. Am gestrigen Menschenrechtstag setzte die Bielefelder Amnesty-Gruppe sowie Schüler und Schulleitung des Waldhofgymnasiums den Plan mit einer Feier in die Tat um - und eröffneten den Park unter neuem Namen.

"Die Namensgebung ist nur der erste Schritt", sagt Heinl von der Bielefelder Amnesty-Gruppe. "Im kommenden Jahr sollen Künstler oder Schüler den Park mit Skulpturen schmücken." Auf den Kunstwerken sollen alle Bürger die 30 Artikel der Menschrechtserklärung lesen können. "Es wäre schön, wenn vielen Bielefeldern bewusst wird, dass die Rechte, die wir genießen, für viele Menschen nicht selbstverständlich sind", sagt AI-Mitglied Christina Schwöppe.

Für die geplanten Skulpturen sucht die AI-Gruppe Bielefeld Sponsoren. Interessierte melden sich bei Gerhard Heinl unter der Tel.: (05 21) 14 23 34.

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