Bielefeld Bethel investiert fast 150 Millionen Euro

Bis zum Jahr 2020 verändert die Ortschaft massiv ihr Gesicht

VON KURT EHMKE
Die Kinderklinik Bethel des Evangelischen Krankenhauses - heute an mehreren Standorten in Bethel, hier die beiden am Grenzweg. Für Jana und Neil Jones mit Lucie (3) und Amy (4) aus Detmold könnte es 2018 heißen: In die Kinderklinik geht es vom Kantensiek aus. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Die Kinderklinik Bethel des Evangelischen Krankenhauses - heute an mehreren Standorten in Bethel, hier die beiden am Grenzweg. Für Jana und Neil Jones mit Lucie (3) und Amy (4) aus Detmold könnte es 2018 heißen: In die Kinderklinik geht es vom Kantensiek aus. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Bielefeld. 100 bis 150 Millionen Euro werden die von Bodelschwinghschen Stiftungen in den Jahren bis 2020 investieren. Umgebaut werden Teile der Ortschaft, neu gebaut das Kinderkrankenhaus, saniert wird die Hauptverwaltung, die Brockensammlung dürfte einen neuen Standort bekommen, der Bohnenbachpark kann entstehen – und dazu kommen etliche weitere große Bauprojekte. Kurz: ein Umbruch, der fast an jeder Stelle der Ortschaft zu erleben sein wird.

KINDERKLINIK
: Bethel hält an dem Plan fest, die alte Kinderklinik mit ihren drei Standorten durch eine einzige neue Klinik zu ersetzen. Zudem soll der Hubschrauberlandeplatz verlegt und an Gilead I angedockt werden. Die neue Kinderklinik könnte unterhalb von Gilead I gebaut werden, dafür könnte die Parkpalette versetzt werden müssen. Die Kosten werden in den kommenden Jahren auf hohe zweistellige Millionenbeträge geschätzt, "beim ganz großen Paket reden wir sicher über dreistellige Millionenbeträge", sagt Bethels Immobilienmanager Reinhard Röse. Der Neubau des Kinderkrankenhauses gilt in Bethel als das Leuchtturmprojekt des Jahrzehnts. 2014 soll der Architektenwettbewerb stattfinden. Bei der Finanzierung soll Bethel das Jahresspendenprojekt "Kinder" der Jahre 2013 und 2014 helfen. 2018 könnte die neue Kinderklinik eröffnen.

HAUPTVERWALTUNG: "Wir liegen auf den Tag genau passend im Zeitplan", sagt Röse – gerade wird geklinkert und sind vorne die ersten Alu-Platten an der Fassade angebracht. Bethel saniert die Hauptverwaltung am Königsweg und wertet sie energetisch auf. Auch wird auf dem Dach teilweise eine Etage aufgestockt – damit der Vorstand künftig komplett auf einer Etage sitzt. Gesamtkosten: 5,9 Millionen Euro. Für die bereits ins Gebäude verlagerte Buchhandlung gebe es "positive Rückmeldungen", sie werde angenommen, berichtet Ortschaftsreferent Fred Müller. Im Sommer soll alles fertig sein.

STADTUMBAU WEST: Das Förderprogramm, bei dem das Land 80 Prozent trägt und sich Stadt und Bethel den Rest teilen, erlaubt die Investition von 4,3 Millionen Euro. Nach langem Warten ist das Geld nun genehmigt. Bethel schießt für diverse begleitende Veränderungen weitere Millionen dazu. Der Bohnenbachpark ist die prägendste Veränderung: Im oberen Teil des Baches werden bereits jetzt Gehwege bis zum Remterweg behindertengerecht ausgebaut – zwischen dem Maraweg unterhalb der Mamre-Patmos-Schule und der Handwerkerstraße wird ab 2014 der neue Park entstehen; beginnend am Regenrückhaltebecken. Und auch dieses wird verändert: "Nach den Jahrhundertniederschlägen werden wir im Regenrückhaltebecken den Buckel entfernen und es zusätzlich um einen Meter vertiefen", sagt Röse. Bis 2015 soll der Park mit einem behindertengerechten Weg und einem Kinderspielplatz entstehen. Der Weg verläuft hinter der Bernhard-Mosberg-Werkstatt und Meyer Menü. "Wir planen sogar eine Schräge, die in den flachen Bach führt – so können Rollstuhlfahrer auch die Füße ins Wasser halten", so Müller.

BROCKENSAMMLUNG:
Auch zum Stadtumbau gehört, dass Bethel die Brockensammlung verlagern möchte – in den Bereich der heute ungenutzten Kfz-Werkstatt an der Tonkuhle. Sollte hier der Brosa-Neubau entstehen, würde die heutige Brosa abgerissen. Der Saronweg soll dann auf den Königsweg verlängert werden – "und wir können uns hier eine Mischbebauung vorstellen", so Röse. Oben Wohnungen, unten Gewerbe – für Bethel könnte es eine lukrative Veränderung werden, der Bereich ist attraktiv.

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