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Bielefeld 24-Jähriger in Baumheide mit Messer lebensgefährlich verletzt

Polizei identifiziert 19-jährigen Tatverdächtigen / Waffe wird noch gesucht

VON DIRK–ULRICH BRÜGGEMANN
21.09.2013

Bielefeld. Ein 24-jähriger Mann ist am Samstagabend in Bielefeld bei einer Messerstecherei im Ortsteil Baumheide lebensgefährlich verletzt worden. Als mutmaßlichen Täter konnte die Bielefelder Polizei einen vorbestraften 19-Jährigen ermitteln. Er wurde in Untersuchungshaft genommen.

Mitarbeiter eines Bielefelder Krankenhauses hatten die Polizei informiert, nachdem der 24-Jährige am Samstag mit einer lebensgefährlichen Stichverletzung eingeliefert worden war. Der Mann sei zwischenzeitlich operiert worden und befinde sich nunmehr außer Lebensgefahr.

Daraufhin leitete die Polizei sofort Ermittlungen ein. Der 24-jährige Bielefelder machte Angaben zu einer Auseinandersetzung an der Bushaltestelle an der Straße Rabenhof in der Nähe des Marktkaufs, bei der er eine Stichverletzung im Rücken erlitten habe. Beteiligt sei eine Gruppe von vier bis fünf Personen gewesen. Die genauen Tatumstände sowie der beteiligte Personenkreis waren zunächst unklar. Eine achtköpfige Mordkommission "Rabe" wurde zur Aufklärung des versuchten Totschlags eingesetzt.

Über die bei der Feuerwehr festgehaltene Rufnummer des Einsatzmelders gelang es den Beamten, eine bei der Tat anwesende Person sicher zu identifizieren. In der Folge konnten im Rahmen umfangreicher Vernehmungen alle weiteren beteiligten Personen ermittelt und der Tatverdächtige identifiziert werden. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 19-jährigen Deutschen am Dienstag konnte die Tatwaffe nicht aufgefunden werden. Der Bielefelder wurde vorläufig festgenommen. Er gab die Beteiligung an der Auseinandersetzung zu. Ein Messer will er nach eigenen Angaben aber weder besessen, noch damit zugestochen haben.

Der 19-Jährige lässt sich von einem Rechtsanwalt vertreten und wurde am Mittwoch dem Haftrichter beim Amtsgericht vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Der vorbestrafte Mann wurde bis zur Vollendung seines 18. Lebensjahres bei der Polizei als jugendlicher Intensivtäter geführt.

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