Bielefeld Beim Johanneswerk steigen die Erlöse wieder

Diakonie-Träger legt Geschäftsbericht für 2012 vor / 70 Einrichtungen, 6.200 Beschäftigte

VON LOTHAR SCHMALEN
Das Ev. Johanneswerk legte jetzt seinen Geschäftsbericht für 2012 vor. - © FOTO: SANDRA SANCHEZ
Das Ev. Johanneswerk legte jetzt seinen Geschäftsbericht für 2012 vor. | © FOTO: SANDRA SANCHEZ

Bielefeld. Die Umsatzerträge des Ev. Johanneswerks, eines der größten Arbeitgeber in Bielefeld, sind im Geschäftsjahr 2012 wieder gestiegen und lagen bei 230,5 Millionen Euro. Das geht aus dem am gestrigen Freitag verbreiteten Geschäftsbericht des Diakonieträgers hervor. Im Jahr 2011 war der Umsatzerlös noch um 10 Millionen auf 210 Millionen Euro gesunken. Insgesamt investierte das Johanneswerk im Jahr 2012 15,2 Millionen Euro in seine Einrichtung (Vorjahr: 25Millionen Euro).

Mit allen Tochtergesellschaften und Beteiligungen zusammen erwirtschaftete das Johanneswerk 262,2 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Beteiligungen gehört die am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB), das das Johanneswerk gemeinsam mit den von Bodelschwinghschen Stiftungen in Bethel betreibt. Zu den wichtigsten Töchtern des Johanneswerks gehört die Diakonie für Bielefeld

Im Johanneswerk sind mehr als 70 Einrichtungen der Altenpflege, Behinderten- sowie Kinder- und Jugendhilfe mit insgesamt 6.200 Beschäftigten zusammengeschlossen. Außerdem gehören zum Johanneswerk mehrere Kliniken: die Rhein-Klinik in Bad Honnef, ein Krankenhaus für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die Klinik Wittgenstein in Bad Berleburg, ein Krankenhaus für psychosomatische, psychoanalytische und sozialpsychiatrische Medizin, sowie der Verbund der Hellweg-Kliniken (Krankenhäuser zur medizinischen Rehabilitation suchtkranker Männer) mit Standorten in Bielefeld, Lage und Oerlinghausen. Insgesamt verfügen die Häuser über 450 Betten. In den Kliniken arbeiten 475 Beschäftigte.

Das größte Aufgabenfeld des Johanneswerks aber ist die Altenhilfe. Hier stiegen die erwirtschafteten Erträge um 4,5 Millionen Euro auf insgesamt 127,5 Millionen Euro. In den insgesamt 32 Einrichtungen der Altenhilfe gibt es 3.382 Betten, davon rund 65 Prozent in Einzelzimmern. In der Altenpflege arbeiten insgesamt 3.850 Beschäftigte, also mehr als die Hälfte der Johanneswerk-Mitarbeiter.
Im Geschäftsjahr 2012 ist außerdem der Vorstand des Johanneswerks verkleinert worden. Seit dem Ausscheiden von Thomas Sopp, der für den Personalbereich verantwortlich war (er wechselte zum 1. August 2012 nach Berlin zum Verband diakonischer Dienstgeber, kommt aber zum 1. Oktober als Personaldirektor im EvKB zurück nach Bielefeld) besteht der Vorstand nur noch aus drei Mitgliedern: Vorsitzender Pastor Ingo Habenicht, stellvertretender Vorsitzender Bodo de Vries und Burkhard Bensiek.
      

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