Bielefeld Religionen in der Demokratie

Forum Offene Wissenschaft an der Universität mit 14 namhaften Referenten

06.04.2013

Bielefeld (aut). Religion ist für viele unverzichtbar, aber auch häufig Anlass für Streitpunkte in der Gesellschaft. Ob es der Konflikt um die Beschneidung war, der Karikaturenstreit oder der Einfluss von Fundamentalisten – immer wieder spielen Religionsvertreter wichtige Rollen bei Auseinandersetzungen. Deshalb befasst sich das Forum Offene Wissenschaft in diesem Jahr mit dem Thema "Religionen in der Demokratie".

"Das soll kein religionswissenschaftlicher Grundkurs werden", erklärt der Erziehungswissenschaftler Professor Ludwig Huber, "sondern wir wollen uns mit den Problemen, die das Zusammenleben in einer säkularisierten Gesellschaft mit den Religion ergeben, beschäftigen". Die Ringvorlesung mit 14 Veranstaltungen im Hörsaal 7 der Universität wendet sich an Studierende aller Fakultäten sowie interessierte Bürger und beginnt montags um 18 Uhr. Unterstützt wird die Reihe von der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft. Huber rechnet bei dem zugkräftigen Thema mit 300 bis 400 Zuhörern pro Vorlesung.

Namhafte Wissenschaftler und Autoren haben die Initiatoren für die 15. Auflage des Forums gewonnen. So spricht zum Auftakt am 8. April der Theologe, Philosoph und Historiker Professor Heiner Bielefeldt über "Religionsfreiheit als Menschenrecht". Eine Woche später am 15. April setzt sich der Politikwissenschaftler Professor Arno Klönne (Paderborn) mit dem Thema "Christliche Fundamentalisten in Deutschland" auseinander unter dem Titel "Konsequenzen des Abschieds von der Volkskirche".

Spannung versprechen die Vorträge von Islam-Experten. Der Professor für islamische Religionspädagogik der Uni Münster Mouhanad Khorchide spricht am 6. Mai über das brisante Thema "Behandlung von und Einstellung zu Gewalt im Koran". Der Osnabrücker Theologie-Professor Bülent Ucar referiert am 17. Juni über "Islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen". www.uni-bielefeld.de/forum

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