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BIELEFELD

Piraten hoffen auf den großen Schub

Bielefelder gratulieren zum Wahlerfolg in Berlin

VON BIRGIT GUHLKE
20.09.2011 | Stand 19.09.2011, 21:17 Uhr
Christoph Tacke.
Christoph Tacke.

Bielefeld. Von dem Wahlerfolg war Christoph Tacke nicht überrascht. Wohl aber vom Ergebnis: Mit 8,9 Prozent der Wählerstimmen zieht die Piratenpartei in Berlin zum ersten Mal in ein Länderparlament. "Ein wahnsinnig tolles Ergebnis", sagt der 28-jährige Lehramtsstudent, der 2010 als Bielefelder Kandidat bei der NRW-Landtagswahl angetreten ist. Ein Erfolg, der nun verpflichtet.

Bislang habe sich die Partei bei Informationsveranstaltungen oft mit zwei Einschätzungen auseinandersetzen müssen. Entweder war sie nicht bekannt oder galt als chancenlos. Jetzt hoffen die Bielefelder, "dass wir ein bisschen bekannter werden und präsenter und dass wir auch mehr Mitglieder bekommen - wir hoffen auf den großen Schub". In Bielefeld sind es derzeit 37.

Verbandsstrukturen gebe es in Bielefeld nicht, in Ostwestfalen-Lippe schon: einen Kreisverband in Minden, auf Ortsverbandsebene heißt es "Crew". Es mangelt noch an Mitgliedern, die die Verwaltungsarbeit übernehmen könnten. In Bielefeld treffen sich die Mitglieder, auch aus der Region, jeden ersten Donnerstag im Monat um 20 Uhr zum Stammtisch im Irish Pub, Mauerstraße. Dort werde die Arbeit erledigt, und es werden Themen diskutiert, auch kommunalpolitische. Transparenz des Staatswesens ist neben der Reform des Urheber- und Patentrechts ein Hauptpunkt des Parteiprogramms - das gelte auch für die kommunale Politik und Verwaltung. Hier sieht Christoph Tacke große Verbesserungsmöglichkeiten. "Es muss leichter für den Bürger werden, sich über Verwaltung und Kommunalpolitik zu informieren". Das städtische Angebot im Internet, "Ratsinformationen", entspreche nicht dem aktuellem Standard. "Es ist kaum möglich, sich auf eine Ratssitzung vorzubereiten."

http://wiki.piratenpartei.de/Stammtisch_Bielefeld

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