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Die Fotografen Tobias Brummer (li.) und Simon Gallus bannten den "Siggi" mit großem Equipment aufs Bild. - © FOTO: ANDREAS ZOBE
Die Fotografen Tobias Brummer (li.) und Simon Gallus bannten den "Siggi" mit großem Equipment aufs Bild. | © FOTO: ANDREAS ZOBE

BIELEFELD Das Elbufer und der Siegfriedplatz

Warum der "Siggi" im SZ-Magazin Karriere macht

03.08.2011 | Stand 03.08.2011, 00:22 Uhr

Bielefeld. Ende des Monats reiht sich der Siegfriedplatz in prominente Gesellschaft ein. In der Ausgabe vom 26. August präsentiert ihn das Magazin der Süddeutschen Zeitung (SZ) mit einer doppelseitigen Großaufnahme. Neben dem Dresdner Elbufer, der Admiralbrücke in Berlin und dem Münchner Gärtnerplatz. Die Aufnahmen dafür fanden am Sonntag und Montag statt.

Am Sonntag noch wunderten sich die Fotografen Simon Gallus und Tobias Brummer. Der "Siggi" war beinahe menschenleer. Sie hatten sich erhofft, mit ihrem Kamerakran die dort üblichen Menschengruppierungen ablichten zu können.

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Die beiden Fotografen blieben und wollten es noch einmal am darauf folgenden Tag versuchen. Und mit etwas Wetterglück und einem Facebook-Aufruf der NW ("Sit-On auf dem Siegfriedplatz für das SZ-Magazin") konnten sie am Montag ein buntes Treiben auf dem Platz fotografieren. Immerhin rund 100 Menschen waren auf den Platz gekommen.

SZ-Magazin-Redakteur Christoph Cadenbach. - © FOTO: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
SZ-Magazin-Redakteur Christoph Cadenbach. | © FOTO: SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Meter für Meter abgelichtet

Dabei gingen sie Meter für Meter vor. "Wir setzen später ein zeitlich komprimiertes Bild zusammen", sagte Gallus, der in Dortmund Fotografiedesign studiert hatte und Bielefeld über die hiesige Fachhochschule kennt. Dass der "Siggi" aber in dieser Reihe erscheint, ist einem Redakteur des SZ-Magazins zu verdanken. Christoph Cadenbach hatte den Platz dort untergebracht. Der 31-jährige Wahlmünchener stammt aus Bielefeld und schrieb während seines Studiums auch für die NW.

"Das Heft wird den Sommer in der Stadt und den Lebensraum außerhalb von Parks behandeln", sagt Cadenbach. Die Redaktion hätte beobachtet, dass die Menschen sich zunehmend auf Plätzen

Aufnahme vom 30. Mai 2011. - © FOTO: ROUVEN RIDDER
Aufnahme vom 30. Mai 2011. | © FOTO: ROUVEN RIDDER
auf den Boden setzen, obwohl diese Orte sich eigentlich nicht dazu eignen. "Es ist wie eine Aneignung von öffentlichem Raum", so der SZ-Redakteur. Und es hätte anfangs – wie bei der Admiralbrücke – viel Streitpotenzial geboten, wenn sich viele Leute dort versammelten. "Aber es wirkt auch sehr identitätsstiftend und gemeinschaftsbildend".

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