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Susanne Krause (l.) schneidet die Erdbeertorte an. Jan-Niklas Fredebeul, Victoria Fridau, Maria Beckmann und Madeleine Fredebeul läuft schon das Wasser im Mund zusammen. - © FOTO: BARBARA FRANKE
Susanne Krause (l.) schneidet die Erdbeertorte an. Jan-Niklas Fredebeul, Victoria Fridau, Maria Beckmann und Madeleine Fredebeul läuft schon das Wasser im Mund zusammen. | © FOTO: BARBARA FRANKE

BIELEFELD Pilchern im Park

Mehr als 600 Gäste beim Picknick der Bielefelder Bürgerstiftung

VON HEIDI HAGEN-PEKDEMIR
21.06.2010 | Stand 20.06.2010, 21:04 Uhr

Bielefeld. Rosamunde Pilcher hätte ihre Freude gehabt. Das vierte "Picknick im Park" der Bielefelder Bürgerstiftung gestern im Ravensberger Park ließ vor allem ein Faible mancher Teilnehmer fürs Angelsächsische erkennen. Außerdem auch Bodenständigkeit und einen offenen Blick in die weite Welt.

Eine opulent bestickte Tischdecke, Miniaturelefanten aus Porzellan mit goldenen Schühchen – an dem in schönster Bollywood-Manier gedeckten Tisch zog Professor Volker Lohse die Blicke auf sich. Der Hochschullehrer setzte mit seiner akkurat gewickelten Kopfbedeckung aus Brokat dem Ganzen die Krone, pardon, den Turban auf.

Wenige Meter weiter warben die Mitarbeiter des Hauses Haertel als "Augenschmaus" um Aufmerksamkeit. Jeder der Augenoptiker trug auf seinem Käppi einen Buchstaben, der, in Verbindung mit den übrigen Lettern, ebendiesen Begriff ergab.

Wenige Tische weiter: Sandburgen im Miniaturformat weckten Sehnsucht nach Meer. Vegetarische Snacks mit Melonen und Möhrchen ließen auf Gesundheitsbewusstsein schließen. Die Grünen blieben sich selbst beim Picknick treu . "Alles politisch korrekt", sagte Britta Haßelmann und lachte dazu. Die Bundestagsabgeordnete verbrachte den Vormittag mit den Ratsfrauen Dr. Iris Ober und Lina Keppler. Fraktionssprecherin Inge Schulze hatte bis zum Nachmittag die Hoffnung auf Sonne nicht aufgegeben. "Ich trage untendrunter einen Bikini", verriet sie und schob zum Beweis den kurzen Ärmel ihrer Bluse über die Schulter zurück.

Alles in Weiß, auf diesen Dresscode hatten sich die Zonta-Frauen verständigt. Die Gruppe um ihre Sprecherin Muriel Guéguen hielt sich sogar bei der Auswahl des Tischtuchs konsequent daran.
Nach Frikadellen und Käsespießchen, gefüllten halbierten Eiern und knusprigen Brezeln meldeten die Geschmacksnerven vieler ein tiefes Verlangen nach Süßem. "Jetzt ist Kuchenzeit", entschied Ex-Arminen-Profi Uli Braun mit Blick auf eine hohe Erdbeertorte. "Hans, hol schon mal das Messer", wandte er sich an seinen Freund, den Kaufmann und Arminenfan Hans Lösekann.

Von der Bühne aus unterhielten Kinder der Eichendorffschule, Beteiligte des Projekts "Kunst ist Klasse" (siehe Kasten), die gut 600 Picknickgäste mit Liedern wie "Noah ist cool" oder "Ein neues Leben".

Fazit am Nachmittag: Der befürchtete Regen blieb aus. Die Einnahmen lagen mit mehr als 8.000 Euro leicht über denen des Vorjahrs. Stiftungsratsmitglied Birgit Bienfait lächelte zufrieden unter ihrem Strohhut.

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